20 Schüler in Skopje mit Magenbeschwerden: Vergiftung oder Virus - und die Behörden sind sich uneinig, wer wen informiert hat
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23.04.2026
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12.04.2026
Der serbische Präsident Aleksandar Vucic gab einem amerikanischen konservativen Portal ein Interview, in dem er erklärte, Donald Trump sei in den letzten Jahrzehnten der beliebteste amerikanische Politiker in Serbien. Laut Vucic unterstützten ganze 75 Prozent der Serben mit klarer Haltung Trump - „was nicht einmal in den Vereinigten Staaten selbst der Fall war", wie er sagte.
Dass Vucic das Publikum zu lesen weiß, ist nichts Neues. Das Interview erreichte Trump selbst, der es in seinem Netzwerk vor Millionen Followern teilte. Für einen Balkan-Führer ist es politisches Kapital, vom amerikanischen Präsidenten bemerkt zu werden - mehr wert als jeder innenpolitische Wahlsieg.
Vucic nannte auch die Gründe für diese angebliche Beliebtheit: den Wunsch nach anderen Beziehungen zu den USA nach der Clinton-Ära und der NATO-Bombardierung, die Wertschätzung „christlicher Werte" und Trumps Friedensbemühungen zwischen Russland und der Ukraine. Er lud Trump sogar nach Belgrad ein und behauptete, „mindestens 100.000 Menschen würden kommen, um ihn zu begrüßen" - nachdem der letzte amerikanische Präsident zu Besuch Richard Nixon war.
Hier lohnt das Innehalten. Zahlen wie „75 Prozent" und „100.000 Menschen" wurden von einem Politiker in einem Interview ausgesprochen, das sich gerade an ein amerikanisches Publikum richtete - sie wurden nicht gemessen, sondern verkündet. Wenn ein Führer den Europäern gleichzeitig vorhält, sie „verstünden" Trump nicht, und Washington Komplimente sendet, ist das keine Analyse, sondern Positionierung.
Für einen Leser auf dem Balkan ist das Bild vertraut: dasselbe Gesicht, zwei Publika, zwei Botschaften. Die Frage ist nicht, ob Vucic wirklich gut Schach spielt (im Interview besiegte er den Journalisten), sondern wie geschickt er an mehreren Brettern zugleich spielt - und wer am Ende für die Partie zahlt, die über unsere Köpfe hinweg geführt wird.
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