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Belfast in Flammen: Nach einem versuchten Messermord steckten anti-immigrantische Mobs Häuser in ganz Nordirland an

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Belfast in Flammen: Nach einem versuchten Messermord steckten anti-immigrantische Mobs Häuser in ganz Nordirland an

Nordirland brennt - buchstäblich. Nach einem Messerangriff im Norden Belfasts, für den ein 30-jähriger Mann aus dem Sudan angeklagt ist, steckten maskierte Mobs in der Nacht Häuser, Busse, Autos und Barrikaden in mehreren Teilen der Stadt in Brand. Aufnahmen in den sozialen Netzwerken zeigen brennende Wohnhäuser und Rettungswagen sowie Feuerwehrleute, die sich durch die Straßen kämpfen.

Der Auslöser ist real und entsetzlich: Am Montagabend wurde ein Mann in den Vierzigern mit einem Messer angegriffen - ein Zeuge filmte die Szene, wie der Angreifer den blutenden Mann zu Boden drückte und erneut zustach, bis Passanten und Polizei eingriffen. Das Opfer ist in kritischem Zustand, mit einem geschädigten Auge und schweren Verletzungen an Rücken und Gesicht. Premierminister Keir Starmer nannte den Angriff „entsetzlich", und die Polizei teilte mit, es gebe bislang keine Hinweise auf Terrorismus.

Der Verdächtige, der im Februar 2023 von Paris nach Dublin flog und von dort nach Nordirland einreiste, beantragte Asyl und erhielt eine Aufenthaltserlaubnis im Vereinigten Königreich bis 2028. Er ist wegen versuchten Mordes, des Tragens einer Klinge an einem öffentlichen Ort und Morddrohungen angeklagt und erscheint am Mittwoch vor Gericht.

Doch was auf den Angriff folgte, ist eine Geschichte für sich. Die Unruhen schwappten ins benachbarte Newtownabbey über, wo Demonstranten zwei Autos anzündeten, und nach Kilkeel, und Proteste wurden auch in England, Wales und Schottland verzeichnet. Erste Ministerin Michelle O'Neill war deutlich: Maskierte Gruppen „trieben Familien aus ihren Häusern, indem sie sie anzündeten" - Szenen „reinen Vandalismus".

Und hier ist der Kern der Sache: ein Verbrechen eines Mannes, und die Antwort ist das Niederbrennen der Häuser von Menschen, die mit dem Angriff nichts zu tun hatten. Wer genau ist geschützt, wenn das Haus eines anderen brennt? Wut nach einem solchen Angriff ist verständlich - doch ein Mob mit Fackeln ist keine Gerechtigkeit, sondern ein zweites Verbrechen - diesmal an Unschuldigen. Das weiß jeder auf dem Balkan, der zugesehen hat, wie Kollektivschuld Häuser anzündet. Wir haben gesehen, wie es endet.