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China schloss der EU zwei Türen ohne Erklärung: Schweigen als Botschaft

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China schloss der EU zwei Türen ohne Erklärung: Schweigen als Botschaft

China hat zwei wichtige diplomatische Treffen mit der Europäischen Union abgesagt, eines nach dem anderen, in kurzem Abstand - ein Schritt, der in der Sprache der Diplomatie selten etwas Gutes bedeutet. Abgesagt wurden ein Ministerdialog zu digitalen Fragen und ein Treffen, an dem der stellvertretende Generalsekretär des europäischen diplomatischen Dienstes teilnehmen sollte.

In der Diplomatie tragen solche unerwarteten Absagen in letzter Minute eine ganz klare Botschaft: Unzufriedenheit mit den Bedingungen, der Agenda oder dem Druck. Peking will offensichtlich nicht unter Regeln verhandeln, die Brüssel setzt - besonders, wenn es um chinesische Technologie, Datensicherheit und 5G-Netze geht.

Der Kontext ist kein Zufall. Brüssel spricht immer öfter vom Schutz der europäischen Industrie vor chinesischen Produkten, von den Risiken der Abhängigkeit in Lieferketten und von digitaler Infrastruktur. China liest das als politischen Versuch, seinen wirtschaftlichen Einfluss zu begrenzen - und antwortet, wie es das kann, mit Schweigen statt mit einer Erklärung.

Die Europäische Kommission reagierte diplomatisch: „Zusammenarbeit und Dialog zwischen der EU und China finden auf mehreren Ebenen statt", hieß es. Übersetzt in einfache Sprache - wir wollen nicht zugeben, dass etwas knirscht. Und es knirscht, laut für die, die hinhören. Wenn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt dir ohne Erklärung die Tür schließt, ist das keine technische Verschiebung, sondern eine absichtlich gesendete Botschaft.