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Fäkalbakterien in den Brunnen von Rič und Belotino: das zweite Verbot in zweieinhalb Jahren

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Fäkalbakterien in den Brunnen von Rič und Belotino: das zweite Verbot in zweieinhalb Jahren

Im Wasser aus dem Brunnen bei der Kirche in Belotino und aus dem Brunnen im Zentrum von Rič wurden Bakterien gefunden, die auf fäkale Verunreinigung hindeuten. Das ist der Befund des Zentrums für öffentliche Gesundheit Strumica nach mikrobiologischen und physikalisch-chemischen Analysen. Beide Proben erfüllen die Anforderungen der Trinkwasserverordnung nicht.

Die Gemeinde Strumica reagierte so schnell wie möglich: Sie brachte Hinweise an, dass das Wasser nicht getrunken werden darf. Das Verbot gilt, bis neue Analysen etwas anderes zeigen. Die Behörden betonen etwas Wichtiges - diese Brunnen sind weder an das städtische Wassernetz noch an die Netze anderer Ortschaften angeschlossen. Das Problem ist also lokal, begrenzt, unter Kontrolle.

Nur ist es nicht neu.

Zum zweiten Mal in zwei Jahren

Im Februar 2024 verbot die Agentur für Lebensmittel und Veterinärwesen die Nutzung des Wassers in Rič, Belotino und drei weiteren Dörfern bei Strumica - damals wegen fehlenden Restchlors, also weil das Wasser nicht ordentlich desinfiziert war. Die Agentur erklärte später, die Gemeinde habe den Bescheid nicht umgesetzt, und leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.

Zwei Jahre später: dieselben zwei Dörfer, dieselben Brunnen, wieder untaugliches Wasser. Der Unterschied: Diesmal geht es nicht um zu wenig Chlor, sondern um Fäkalindikatoren. Das ist ein Schritt nach unten, nicht nach oben.

Wie weit ist Strumica von Rič entfernt?

Rič liegt rund 21 Kilometer von der Stadt entfernt, auf 509 Metern Höhe. Belotino rund 16 Kilometer, auf 518 Metern. Über die Straße sind es je nach Startpunkt bis zu 25 Kilometer nach Strumica. Das sind Bergdörfer, in denen der Zugang zu Grundversorgung seit Jahren schwierig ist - und in denen der Brunnen im Dorfzentrum kein romantisches Detail des Landlebens ist, sondern die Wasserversorgung.

Der Aushang am Brunnen ist genau das, was eine Behörde sofort tun kann. Die Frage ist, was die Behörde zwischen den beiden Verboten tut. Von Februar 2024 bis Juli 2026 vergingen fast zweieinhalb Jahre. Wenn die regelmäßige Kontrolle solche Fälle findet, funktioniert das System. Kommt das Verbot erst, nachdem zufällig jemand eine Probe untersucht hat, dann tranken die Menschen in Rič und Belotino zwei Jahre lang Wasser, über das niemand etwas wusste.

Der Hinweis hängt am Brunnen. Die Antwort auf diese Frage hängt bis heute nirgends.