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Über 40 Grad ab Mittwoch: Die tropischen Nächte sind gefährlicher als die Tagesspitze

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Über 40 Grad ab Mittwoch: Die tropischen Nächte sind gefährlicher als die Tagesspitze

Die Hydrometeorologische Verwaltung kündigt eine neue Hitzewelle an, die bis zum Ende der kommenden Woche andauern wird. Besonders heiß wird es ab Mittwoch, wenn die Tagestemperatur gebietsweise 40 Grad überschreitet.

Gestern um 17 Uhr maß der Dienst 37,2 Grad in Veles und auf dem Zajchev Rid in Skopje, 36,6 in Kavadarci, 36,2 in Skopje-Petrovec, 35,8 in Demir Kapija, Shtip und Vinica. Am kühlsten war es auf der Popova Shapka mit 21,6 Grad. Das sind fast sechzehn Grad Unterschied in einem Land von unserer Größe.

Die Nacht ist gefährlicher als der Tag

Das größte Gesundheitsrisiko geht nicht von der Tagesspitze selbst aus, sondern von der Kombination: hohe Tagestemperaturen plus tropische Nächte, in denen der Körper keine Gelegenheit hat abzukühlen. Der Organismus erholt sich nicht, und der nächste Tag beginnt mit bereits verbrauchten Reserven.

Am stärksten gefährdet sind Menschen über 65, Personen mit chronischen Herz- und Lungenerkrankungen, kleine Kinder, Schwangere und Arbeiter im Freien. Die letzte Gruppe wird in den Empfehlungen am wenigsten erwähnt und hat die geringste Möglichkeit, ihnen zu folgen.

„Bleiben Sie in der heißesten Tageszeit zu Hause” ist gut gemeint und es ist richtig. Nur gilt es nicht für den Mann auf dem Gerüst um zwei Uhr nachmittags.

UV-Strahlung und Brandgefahr

Die Werte der ultravioletten Strahlung bleiben sehr hoch, was das Risiko von Hautschäden schon bei kurzer Exposition erhöht. Gleichzeitig steigert die Trockenheit des Bodens die Brandgefahr - etwas, das das Land in diesem Monat bereits an mehreren Orten erlebt hat.

Ähnliche Bedingungen werden für den gesamten Balkan und Südeuropa prognostiziert. Das ist keine mazedonische Anomalie, sondern das regionale Bild eines Sommers, der mit jedem Jahr länger und schwerer erträglich wird.

Ein Plan für die heißesten Tage muss vor diesen Tagen existieren, nicht während ihnen. Welche Institutionen haben klimatisierte Räume vorbereitet, Arbeitszeiten angepasst und Hilfetelefone besetzt - und wann erfahren die Bürger davon?