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Indiens Präsidentin Droupadi Murmu in Skopje: ein Staatsbesuch mit vollen Ehren und Wirtschaftsforum

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Indiens Präsidentin Droupadi Murmu in Skopje: ein Staatsbesuch mit vollen Ehren und Wirtschaftsforum

Die Präsidentin des bevölkerungsreichsten Landes der Welt ist in Skopje. Droupadi Murmu, die erste Frau indigener indischer Herkunft an der Spitze Indiens, kam zu einem zweitägigen offiziellen Besuch nach Mazedonien - ein Gast mit vollen staatlichen und militärischen Ehren, dichtem Programm und einer Symbolik, die zu vermerken sich lohnt.

Murmu wurde von Präsidentin Gordana Siljanovska-Davkova empfangen, mit einem Vier-Augen-Gespräch, einer Plenarsitzung beider Delegationen und einer gemeinsamen Pressekonferenz. Auf der Tagesordnung stehen auch eine Ansprache vor dem Parlament, ein Treffen mit Parlamentspräsident Afrim Gashi und die Niederlegung von Blumen am Grab von Goce Delčev in der Kirche „Sv. Spas" in Skopje. Am Nachmittag findet zudem ein mazedonisch-indisches Wirtschaftsforum statt, auf dem die Investitionsmöglichkeiten des Landes vorgestellt werden.

Der zweite Tag bringt weitere Symbolik: ein Besuch im Mutter-Teresa-Gedenkhaus und im Museum der Stadt Skopje, wo eine Büste Mahatma Gandhis enthüllt wird. Danach reisen die beiden Präsidentinnen nach Ohrid, zum Klosterkomplex Sveti Naum und in den alten Stadtkern.

Staatsbesuche dieses Ranges bringen selten konkrete Abkommen, die sofort spürbar sind - aber sie sind auch keine leere Zeremonie. Indien ist eine aufstrebende Wirtschaftsmacht, und jede Tür, die sich zu einem solchen Markt öffnet, ist für ein kleines Land wie unseres eine Chance, sofern sie genutzt wird. Die Frage ist, wie immer, nicht, ob es Fotos und Büsten geben wird - die wird es gewiss geben. Die Frage ist, ob aus dem Wirtschaftsforum mehr entsteht als gute Wünsche. Bis dahin steht Skopje wenigstens zwei Tage lang auf der diplomatischen Landkarte - und das ist, für den Anfang, nicht wenig.