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Neues Krankenhaus in Kičevo für 22,5 Millionen Euro: Den ehrlichsten Satz sagte der Vizeminister

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Neues Krankenhaus in Kičevo für 22,5 Millionen Euro: Den ehrlichsten Satz sagte der Vizeminister

Der stellvertretende Gesundheitsminister Jovica Andovski, Kičevos Bürgermeister Aleksandar Jovanoski und die Direktorin des Allgemeinen Krankenhauses Maja Cvetanovska Trajkovska besuchten gemeinsam mit einer Delegation der Weltbank das Krankenhaus in Kičevo und prüften das Konzept für den Bau einer neuen Einrichtung. Die geplante Investition beträgt rund 1,38 Milliarden Denar, also 22,5 Millionen Euro.

„Kičevo hat seit Jahrzehnten unzureichende Krankenhausbedingungen. Es ist Zeit, dass dieses Problem eine dauerhafte und funktionierende Lösung bekommt”, sagte Andovski. Ziel sei, dass die Menschen in ihrer eigenen Stadt verlässliche Gesundheitsversorgung erhalten und das Personal moderne Arbeitsbedingungen.

Das Schlüsselwort ist „seit Jahrzehnten”

Den ehrlichsten Satz der gesamten Mitteilung sprach der Vizeminister selbst. Es geht nicht um einen neuen Bedarf, der letztes Jahr auftauchte. Es geht um ein Problem, das so lange andauert, dass es als etwas Normales in die offizielle Rhetorik eingegangen ist - wie eine Wettervorhersage.

Der neue Komplex soll laut Konzept moderne Räume für Diagnostik, stationäre Behandlung und Notfallversorgung erhalten, dazu Systeme für medizinische Gase und energieeffiziente Lösungen. Das Krankenhaus soll nicht nur Kičevo versorgen, sondern auch die Bevölkerung der umliegenden Orte - damit weniger Patienten nach Skopje, Ohrid und Bitola fahren müssen.

Diese Fahrt ist der Kern der Geschichte. Fehlt einem Krankenhaus die Kapazität für etwas Ernsteres, macht sich der Patient auf nach Skopje - und die Entfernung wird zum medizinischen Faktor. Im Notfall ist das keine Unannehmlichkeit. Es ist ein Risiko.

Vom Konzept zum Krankenhaus

Hier lohnt Präzision darüber, was gestern tatsächlich geschah. Kein Vertrag unterschrieben. Kein Tender ausgeschrieben. Kein Grundstein gelegt. Ein Konzept wurde geprüft, im Beisein einer Weltbank-Delegation - was nahelegt, dass die Finanzierung noch Form annimmt.

Aus dem Gesundheitsministerium heißt es, das neue Krankenhaus solle die jahrelange Ungewissheit beenden. Das stimmt - wenn es gebaut wird. Die Liste angekündigter Krankenhausprojekte in Mazedonien ist länger als die Liste der fertiggestellten.

22,5 Millionen Euro für eine Stadt, die seit Jahrzehnten wartet, sind eine ernstzunehmende Zahl und eine gute Nachricht. Ob daraus auch ein Krankenhaus wird, weiß man nach dem ersten ausgehobenen Loch, nicht nach der ersten Präsentation.