Skip to content

Kinder in Mičurin „schalten den Strom ein und aus” über einen offenen Kasten: eine kaputte Klappe mitten auf dem Spielplatz, und die Behörden fehlen

1 Min. Lesezeit
Teilen
Kinder in Mičurin „schalten den Strom ein und aus” über einen offenen Kasten: eine kaputte Klappe mitten auf dem Spielplatz, und die Behörden fehlen

Jeden Abend spielen Kinder auf dem Spielplatz im Skopjer Viertel Mičurin ein Spiel, das in einer Tragödie enden kann - sie schalten das Licht über einen offenen Stromkasten mit kaputter Klappe ein und aus. Das Video, das durchs Netz kursiert, ist nicht amüsant, sondern erschreckend: Minderjährige berühren mit bloßen Händen eine Stromzufuhr, die kaum abgeschirmt ist. Und während die Bürger Alarm schlagen, sind die zuständigen Dienste nirgends zu finden.

Die Aufnahme, veröffentlicht in der Aerodrom-Gruppe zum Melden von Problemen, zeigt einen Stromkasten, aus dem die Beleuchtung des Spielplatzes gespeist wird. Obwohl er formal umzäunt ist, ist die Klappe kaputt, sodass die Kinder frei herankommen und die Stromzufuhr ein- und ausschalten. „Jeden Abend 'schalten' die Kinder das Licht am Spielplatz in Mičurin. Kümmert euch um den Strom, bevor es zu spät ist”, heißt es im Beitrag.

„Bevor es zu spät ist” - darin liegt der ganze Punkt. Das ist keine abstrakte Gefahr, sondern ein konkreter Ort, ein konkreter Kasten und konkrete Kinder, die jeden Abend einen Stromschlag riskieren. Ein beschädigtes Kabel, ein feuchter Abend, eine falsche Berührung - und die Nachricht wird eine ganz andere sein.

Empörte Anwohner stellen Fragen, die sich die Institutionen selbst stellen sollten. Wo sind die zuständigen Dienste, die den Kasten sichern sollen? Warum steht eine kaputte Klappe an einem Stromkasten mitten auf einem Spielplatz lange genug unberührt, um für die Kinder zur täglichen Gewohnheit zu werden?

Die Lösung ist weder teuer noch kompliziert - ein Vorhängeschloss, eine reparierte Klappe, zehn Minuten Arbeit des zuständigen Dienstes. Die Frage ist, warum etwas so Einfaches ein Video braucht, das Tausende Aufrufe sammelt, bevor überhaupt jemand reagiert. Die Sicherheit der Kinder darf nicht davon abhängen, ob ein Clip viral geht. Diesmal war es Glück. Auf das nächste Mal darf man nicht warten.