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Mladost-See den dritten Sommer gesperrt: Cyanobakterien, und die SDSM will auch die Wasserhähne prüfen lassen

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Mladost-See den dritten Sommer gesperrt: Cyanobakterien, und die SDSM will auch die Wasserhähne prüfen lassen

Der Mladost-See bei Veles ist den dritten Sommer in Folge zum Baden gesperrt. Und im dritten Sommer in Folge ist die Geschichte dieselbe: Algen, Schaum, grün-braune Ablagerungen am Ufer und eine einzige Empfehlung - gehen Sie nicht ins Wasser. Der einstige Lieblingsbadeort der Menschen von Veles ist zu einem Gewässer geworden, in das niemand mehr hineinwatet.

Laut den Feststellungen des Zentrums für öffentliche Gesundheit Veles wurden bei einer hygienisch-sanitären Kontrolle sichtbare Algenblüten, eine gallertartige Masse und Schaum auf einem erheblichen Teil des Ufers festgestellt. Analysen von Proben vom Stadtstrand und vom Strand beim Hotel „Romantik” zeigten hohe Trübung, eine erhöhte Ammoniakkonzentration und eine gestörte Sauerstoffsättigung. Das Verbot bleibt bestehen, bis eine Fachinstitution bestätigt, dass keine Cyanobakterien und deren Toxine vorhanden sind.

Ein wichtiges Detail, das man nicht übergehen darf: Die veröffentlichten Dokumente bestätigen nicht, dass bereits Cyanotoxine entdeckt wurden - aber auch nicht, dass es keine gibt. Und wenn sich das Fehlen eines Gifts nicht beweisen lässt, ist die einzige vernünftige Entscheidung, das Wasser gesperrt zu lassen. Das ist Vorsicht, keine Panik.

Unterdessen greift die Geschichte auch auf die Wasserhähne über. SDSM-Gemeinderäte in Veles forderten außerordentliche Analysen des Trinkwassers in der Stadt und in den umliegenden Ortschaften und behaupteten, in einem Teil der dörflichen Wasserleitungen sei E. coli registriert worden, auch in Proben, die mit Schulgebäuden in Verbindung stehen. Sie brachten die Forderung mit den jüngsten Fällen unsicheren Wassers in Gostivar, Valandovo, Lešok und Kruševo in Verbindung.

Und da ist das wahre Bild des Sommers 2026: Während der Staat mit dem Tourismus prahlt, wird in mehreren Städten das Wasser - sowohl das zum Baden als auch das zum Trinken - zum Problem. Der Mladost-See wurde ursprünglich 1962 zur Bewässerung von Weinbergen angelegt. Heute erfüllt er nicht einmal das richtig, denn die Ablagerungen erfordern eine mechanische Reinigung und Ausbaggerung, die seit Jahren aufgeschoben wird. Wer wird dafür geradestehen, wenn die Bewässerung die einzige verbliebene Funktion ist und selbst die am seidenen Faden hängt?