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Eine russische Fregatte feuerte vor der britischen Küste: eine Schlagzeile für den Krieg, und darunter - eine angekündigte Übung

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Eine russische Fregatte feuerte vor der britischen Küste: eine Schlagzeile für den Krieg, und darunter - eine angekündigte Übung

Eine russische Fregatte eröffnete das Artilleriefeuer etwa 74 Kilometer südlich von Plymouth, wo sich Devonport befindet - einer der Hauptstützpunkte der britischen Royal Navy. Eine Schlagzeile zum Schaudern. Doch wenn man die Rhetorik herausnimmt, bleibt etwas weit Kaltblütigeres: eine angekündigte Übung in internationalen Gewässern, von beiden Seiten bestätigt.

Die Fregatte „Neustraschimy” führte im Ärmelkanal ein scharfes Schießen mit Gefechtsmunition durch. Das britische Patrouillenschiff „Tyne”, das die russische Fregatte beschattete, entfernte sich vor Beginn des Schießens. Und das nicht zufällig - die russische Besatzung hatte die Briten zuvor per Funk über die geplante Übung informiert und gebeten, sich auf sicheren Abstand zurückzuziehen. „Tyne” zog sich zurück, beobachtete aber weiter, und ein französisches Militärflugzeug wurde über die Zone geschickt, dessen Besatzung eine Klärung der Absichten des russischen Schiffes verlangte, berichtet die BBC.

Die Manöver fanden in internationalen Gewässern statt und dauerten etwa 30 Minuten. Laut britischen Quellen nutzte die Fregatte eine 100-Millimeter-Schiffskanone, doch die genaue Zahl der Granaten und das Ziel der Übung wurden nicht bekannt gegeben. Das britische Verteidigungsministerium bestätigte das Ereignis: „Die Royal Navy beobachtete die Übung von Anfang bis Ende und verfolgt weiterhin aufmerksam die Aktivitäten des Schiffes, bereit, die nationale Sicherheit zu schützen.”

Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow wies die Behauptungen zurück, Russland habe internationale Protokolle verletzt - die Übung, sagt er, habe in internationalen Gewässern stattgefunden, mit vorheriger Ankündigung an die nahen Schiffe. Und hier liegt der ganze Trick solcher Nachrichten: Das Ereignis ist real, die Details stimmen, doch der Ton ist so zugeschnitten, dass eine routinemäßige (wenn auch bewusst provokante) Marineübung wie der Beginn eines Krieges klingt. Den Unterschied zwischen „ein russisches Schiff feuert in internationalen Gewässern” und „Russland greift an” macht gerade die Schlagzeile - und nicht die Fakten darunter.