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Skopje und Sofia vor einer neuen Runde: Siljanovska-Davkova bei Jotowa, während Mickoski vorab klarstellt - keine Wunder

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Skopje und Sofia vor einer neuen Runde: Siljanovska-Davkova bei Jotowa, während Mickoski vorab klarstellt - keine Wunder

Präsidentin Gordana Siljanovska-Davkova trifft sich heute in Sofia mit der bulgarischen Vizepräsidentin Iliana Jotowa, am Rande des Gipfels des Südosteuropäischen Kooperationsprozesses. Dreißig Jahre nach Gründung der Initiative ist Sofia Gastgeber - und Makedonien übernimmt den Vorsitz unter einem Motto, das wie eine Diagnose der Region klingt: „Spaltungen überbrücken, Vertrauen aufbauen".

„Das ist die natürliche Fortsetzung unseres Treffens in Eriwan. Es braucht Maßnahmen zum Aufbau von Vertrauen. Wenn die Bürger keinen Kontakt haben und nicht gemeinsam an Projekten teilnehmen, lässt sich schwer echtes Verständnis schaffen. Wir müssen auf unsere Worte achten, einander nicht beleidigen und mit Respekt umgehen", erklärte die Präsidentin vor den Gesprächen. In einem Interview vor der Reise sagte sie zudem, „es gibt kein unlösbares Problem", und sie erwarte ein offenes Gespräch über alle wesentlichen Fragen.

Der Zeitpunkt des Treffens ist kein Zufall: Erst vor einer Woche fand in Tivat der EU-Westbalkan-Gipfel statt, auf dem das deutsch-französische Non-Paper zur schrittweisen Integration vorgestellt wurde. Mit anderen Worten - Brüssel zeichnet wieder Karten, und Skopje und Sofia müssen entscheiden, ob sie auf diesen Karten nebeneinander oder einander gegenüber stehen.

Interessant ist auch der Ton aus Skopje. Ministerpräsident Hristijan Mickoski, gefragt, was er von dem Treffen erwarte, antwortete, er wisse nicht, was der Inhalt wäre, aber „wir haben einen Plan und eine Strategie": „Wunder haben wir nie versprochen, weil wir keine Wundertäter sind. Und jeder, der Wunder verspricht - lügt." Wenn ein Ministerpräsident vor einem Präsidententreffen so den Ball flach hält, sagt das, wie viele verbrannte Finger dieses Thema in der heimischen Politik hat.

Am Gipfel nehmen auch die Präsidenten Albaniens, Sloweniens und Montenegros teil, und vor dem Teil der Staatsoberhäupter findet ein Ministertreffen statt, bei dem Makedonien durch den Chef der Diplomatie Timčo Mucunski vertreten wird. Erwartet wird eine gemeinsame Erklärung für Frieden, Stabilität und eine europäische Zukunft der Region - ein Dokument der Art, die jedes Jahr unterzeichnet wird, in der Hoffnung, dass sie eines Tages auch umgesetzt wird.

Wird das „Achten auf die Worte" in messbare Ergebnisse übergehen - oder bleiben Eriwan und Sofia zwei weitere Punkte auf der Karte einer langen Serie von „Vertrauensbildung"? Die Antwort werden wir, wie immer bei Bulgarien, nicht aus den Erklärungen erfahren, sondern aus dem, was ihnen folgt.