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Der Southport-Mörder in die Psychiatrie verlegt: Familien behaupten, er manipuliere erneut das System

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Der Southport-Mörder in die Psychiatrie verlegt: Familien behaupten, er manipuliere erneut das System

Axel Rudakubana, wegen des Mordes an drei Mädchen und des versuchten Mordes an zehn weiteren Menschen in Southport zu 52 Jahren Haft verurteilt, wurde vom Gefängnis in eine psychiatrische Klinik verlegt. Die Nachricht hat die Familien der Opfer erschüttert - und wirft zu Recht die Frage auf, ob Gerechtigkeit, einmal gesprochen, dann leise hinter verschlossenen Türen umgeschrieben wird.

Der Angriff ereignete sich im Juli 2024 bei einem Kinder-Tanzworkshop, inspiriert von der Musik Taylor Swifts. Rudakubana bekannte sich schuldig des Mordes an der neunjährigen Alice da Silva Aguiar, der sechsjährigen Bebe King und der siebenjährigen Elsie Dot Stancombe. Zum Zeitpunkt des Angriffs war er 17 Jahre alt.

Gestern wurde er aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh in die Klinik Broadmoor verlegt. Das Justizministerium betonte, die Verlegung ändere nichts an der Länge der Strafe - doch genau darin sehen die Familien eine Falle.

„Die Familien, die wir vertreten, wurden in den letzten 48 Stunden informiert. Wir glauben, dies ist ein weiterer Schachzug, mit dem er versucht, das System zu manipulieren”, erklärte Chris Walker von der Anwaltskanzlei Bond Turner, die die Angehörigen vertritt. Sie fordern ein dringendes Treffen mit den Behörden, da sie, wie sie sagen, nur über grundlegende Informationen verfügen.

Nach britischem Recht können Hochrisikotäter aufgrund ihres psychischen Zustands in gesicherte psychiatrische Abteilungen verlegt werden, wo sie den Status eines Patienten und nicht eines Häftlings erhalten. Rudakubanas Verlegung folgte auf einen mutmaßlichen Angriff mit kochendem Wasser auf einen Justizbeamten in Belmarsh im Mai vergangenen Jahres.

Broadmoor in Berkshire ist die älteste der drei britischen psychiatrischen Hochsicherheitskliniken und beherbergte im Laufe der Jahre berüchtigte Namen - darunter den Serienmörder Peter Sutcliffe, bekannt als „Yorkshire-Ripper”. Das Gesetz lässt jedoch eine Hintertür: Wird die Klinikbehandlung überflüssig, kehrt der Verurteilte schnell ins Gefängnis zurück.

Ist dies ein aufrichtiges medizinisches Bedürfnis oder ein kalkulierter Schachzug eines Mannes, den das System schon einmal überwältigt hat? Diese Frage müssen die Ärzte und das Gericht beantworten - doch die Familien von Alice, Bebe und Elsie erwarten zu Recht, dass sie es laut tun und nicht durch eine Meldung binnen 48 Stunden, die verschickt wird, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist.