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22 Staaten, darunter Mazedonien, warnten den Iran: Hört auf, Menschen auf unserem Boden zu töten

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22 Staaten, darunter Mazedonien, warnten den Iran: Hört auf, Menschen auf unserem Boden zu töten

Zweiundzwanzig Staaten - darunter Mazedonien - haben dem Iran eine gemeinsame Warnung geschickt. Der Vorwurf ist schwer: Teheran betreibe eine Kampagne, bei der es internationale und lokale kriminelle Banden anheuert, um Morde und Terroranschläge auf fremdem Boden auszuführen, in ganz Europa, Nordamerika und Australien.

Die Liste der Unterzeichner spricht für sich - Albanien, Australien, Belgien, Großbritannien, Bulgarien, Kanada, Tschechien, Dänemark, Estland, Frankreich, Finnland, Deutschland, Irland, Lettland, Litauen, die Niederlande, Neuseeland, Mazedonien, Norwegen, Portugal, Schweden und die USA. Wenn so viele verschiedene Länder dieselbe Erklärung unterzeichnen, steht dahinter meist mehr als diplomatische Höflichkeit.

Die Ziele sind laut der Warnung nicht zufällig. Im Visier stehen jüdische Gemeinden in Großbritannien, Belgien und den Niederlanden sowie iranische und amerikanische Oppositionsjournalisten im Exil. Die radikale Gruppe HAYI übernahm die Verantwortung für Messerangriffe auf Juden und für Brandanschläge auf Synagogen im Norden Londons. Australien ging am weitesten - es wies den iranischen Botschafter aus und schloss seine Botschaft in Teheran, nachdem es den Iran offiziell beschuldigt hatte, antisemitische Angriffe in Auftrag gegeben zu haben, darunter ein Brand in einer Synagoge in Melbourne und in einem koscheren Café in Sydney.

„Mordversuche, Entführungen, Belästigung, Einschüchterung oder beliebige andere Angriffe auf Menschen auf unserem Boden untergraben unmittelbar die nationale Souveränität und die internationalen Normen. Diese Handlungen müssen sofort aufhören“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Warum ist das gerade für uns wichtig? Weil Mazedonien kein Beobachter am Rande ist - es steht auf der Unterzeichnerliste. Das heißt, auch unser Staat zählt, zumindest auf dem Papier, zu jenen, die Teheran sagten, sie würden nicht wegsehen. Die offene Frage ist, ob hinter der Unterschrift auch die Kapazität steht, eine solche Bedrohung zu erkennen, falls sie je näher kommt - denn „fremder Boden“ ist in einer globalisierten Welt dehnbarer denn je.