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Die AfD lachte, während Merz über die Ukraine sprach: Ein Lachen, das von einem ganzen Europa erzählt

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Die AfD lachte, während Merz über die Ukraine sprach: Ein Lachen, das von einem ganzen Europa erzählt

Im deutschen Bundestag ereignete sich ein Wortwechsel, der mehr über den Geisteszustand Europas aussagt als jede Rede. Kanzler Friedrich Merz erklärte, dass „die Ukraine sich nun seit mehr als vier Jahren verteidigt und für ihre Freiheit kämpft" - und von den Bänken der rechtsextremen AfD war Lachen zu hören.

Merz, sichtlich irritiert, ließ den Moment nicht aus. Er wandte sich vom Rednerpult direkt an sie: „Das ist ein deutliches Zeichen, meine Damen und Herren. Sie lachen darüber, Sie lachen über das Schicksal von Millionen Menschen in der Ukraine, und dann reisen Sie nach Moskau zu Treffen, bei denen Champagner serviert wird." Ein Satz, der mit einem Schlag das Lachen im Saal mit der Politik außerhalb verband.

Die 2013 gegründete AfD setzt sich außenpolitisch für die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und für ein Ende der Militärhilfe an Kiew ein. Was einst eine Randposition war, hat heute Gewicht - die Partei führt derzeit in den bundesweiten Umfragen mit rund 29 Prozent Zustimmung. Das Lachen im Saal ist mit anderen Worten nicht die Stimme der Ränder, sondern von fast einem Drittel der Wähler.

Und hier ist, was der Balkan gut kennt. Wenn Haltungen zu Krieg und Frieden zum Anlass für Lachen im Parlament werden, geht nicht nur Anstand verloren - es ist ein Zeichen, dass sich eine Gesellschaft nicht einmal mehr über die grundlegenden Fakten einig ist. Galt das Lachen Merz, der Ukraine oder der Idee selbst, dass jemand für die Freiheit kämpft? Die Antwort auf diese Frage bestimmt die Richtung, in die ein ganzes Land geht.