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Ampel oder Abriss: Was mit dem wilden Bit-Pazar-Übergang passiert, den alle unter der Brücke queren

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Ampel oder Abriss: Was mit dem wilden Bit-Pazar-Übergang passiert, den alle unter der Brücke queren

Der wilde Fußgängerübergang bei Bit-Pazar ist wieder Thema, und der Bürgermeister der Gemeinde Čair, Izet Medžiti, hat zwei mögliche Lösungen angekündigt: die Aufstellung einer Ampel oder den vollständigen Abriss der oberirdischen Fußgängerbrücke, die seit Jahren ungenutzt dasteht.

„Wir prüfen zwei Optionen. Die wahrscheinlichste ist eine Ampel, die andere, die Brücke abzureißen, da sie nicht voll funktionsfähig ist und die Bürger sie nicht nutzen”, sagte Medžiti auf einer Pressekonferenz. Er erinnerte daran, dass die Überführung seit Jahren außer Betrieb und wegen Vandalismus in schlechtem Zustand ist, und dass er schon vor den Kommunalwahlen die Entfernung für die bessere Lösung hielt als eine Sanierung.

Hier steckt eine kleine Ironie, die man festhalten sollte. Der ebenerdige Übergang wurde auf Wunsch der Händler vom Bit-Pazar wieder in Betrieb genommen, für die er auch für den Kundenstrom wichtig ist. Wir haben also eine Überführung, eigens gebaut, damit die Leute sicher über den Verkehr gehen - die niemand nutzt - und einen ebenerdigen Übergang, mitten im Verkehr, den alle nutzen. Infrastruktur und die Gewohnheiten der Menschen laufen in völlig entgegengesetzte Richtungen.

Die Entscheidung, so der Bürgermeister, steht noch aus. Doch die Geschichte um Bit-Pazar ist in ganz Skopje bekannt: Brücken und Übergänge, die gebaut werden, ohne zu fragen, ob sie überhaupt genutzt werden, und dann als Denkmäler schlechter Planung dastehen. Die Frage ist nicht nur Ampel oder Abriss - sondern warum überhaupt Infrastruktur gebaut wird, die die Leute vom ersten Tag an umgehen. Wer für die Stadt plant und nicht für die Gewohnheiten der Menschen, die in ihr leben, bekommt genau das: ein teures Bauwerk, das Graffiti sammelt statt Schritte.