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Die Brücke „Estakada“ bekommt auf 1,5 Kilometern neuen Asphalt: in der Mitteilung stehen Quadratmeter und Schichten, aber kein Termin und keine Verkehrsführung

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Die Brücke „Estakada“ bekommt auf 1,5 Kilometern neuen Asphalt: in der Mitteilung stehen Quadratmeter und Schichten, aber kein Termin und keine Verkehrsführung

Die Sanierung der Brücke „Estakada“ hat begonnen - einer der meistbefahrenen Punkte auf den Ein- und Ausfallstraßen Skopjes, über den täglich Tausende Fahrzeuge rollen. Für die Bewohner von Gazi Baba und alle, die jeden Morgen von dieser Seite hereinkommen, hat diese Nachricht zwei Gesichter: am Ende eine bessere Brücke, bis dahin mehrere Monate Ärger.

Der Umfang der Arbeiten laut Stadt Skopje: Rekonstruktion der Zufahrtsrampen auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern, Abfräsen des vorhandenen Asphalts und Aufbringen von zwei neuen Asphaltschichten, neuer Asphalt auch auf der Brücke selbst. Bordsteine und Schachtdeckel werden ersetzt, neue Asphaltgehwege gebaut, und das Schutzgeländer für Fußgänger wird gereinigt, saniert und neu gestrichen. Die Gesamtlänge der zu erneuernden Fahrbahn beträgt rund 1,5 Kilometer.

„Mit der Umsetzung dieses Projekts investieren wir in die Sicherheit, die bessere Anbindung und den besseren Alltag Tausender unserer Mitbürger. Skopje verdient eine moderne, sichere und funktionale Infrastruktur. Deshalb werden wir die Sanierung und Rekonstruktion aller Brücken in der Stadt fortsetzen, wo es nötig ist“, erklärte Bürgermeister Orce Gjorgjievski.

Ein Satz, dem schwer zu widersprechen ist. Genau deshalb lohnt der Abgleich mit dem, was in der Mitteilung fehlt.

Die Projektbeschreibung enthält alles - Quadratmeter, Asphaltschichten, Bordsteine, Geländer. Es fehlen die zwei Dinge, nach denen jeder Autofahrer zuerst sucht: wie lange es dauert und wie der Verkehr währenddessen läuft. Eine Brücke, die täglich von Arbeitern, Schülern, Familien, Unternehmen und dem Güterverkehr genutzt wird, sperrt, verengt oder verlegt man nicht, ohne dass die Menschen wissen, von wann bis wann.

Das ist keine Kleinigkeit für eine Folgemitteilung. Das ist die zentrale Information für jeden, der morgen zur Arbeit aufbricht. Fehlt sie, entsteht eine Lücke - und eine Lücke im Verkehr füllt sich mit Stau.

Die Erneuerung einer Brücke, an der ganze Gemeinden hängen, ist eine gute Nachricht und sollte gründlich statt hastig erfolgen. Was noch fehlt, ist einfacher als das gesamte Bauprojekt: ein Fertigstellungstermin und eine Verkehrsführung, klar und im Voraus veröffentlicht. Erst dann wird „ein besserer Alltag für Tausende Mitbürger“ zu etwas, das diese Mitbürger auch einplanen können und nicht bloß abwarten müssen.