Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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12.04.2026
Ein Wissenschaftler der Washington State University warnt vor einer möglichen Wiederholung einer Naturkatastrophe, die vor 150 Jahren Dutzende Millionen Menschen tötete. Konkret: massive gleichzeitige Dürren, eine Explosion des globalen Hungers und ein dunkler Klimakreislauf, der zwischen 1877 und 1878 begann.
„Gleichzeitige mehrjährige Dürren ähnlich denen der 1870er Jahre können sich wiederholen", sagt Prof. Deepti Singh. Präzisiert: ein mächtiger El-Niño-Zyklus, Meeresoberflächentemperaturen drei Grad über dem Durchschnitt, was alle bisherigen Rekorde brechen kann. Dasselbe Phänomen, das Indien, China und Brasilien im 19. Jahrhundert in den Kollaps trieb - kehrt nun in einer erwärmten Welt zurück, mit aus dem Gleichgewicht geratenen Ozeanen und einer hungrigen Atmosphäre.
Vor 150 Jahren starben rund 50 Millionen Menschen - nach konservativen Schätzungen fast 3-4 Prozent der damaligen Weltbevölkerung. Hauptsächlich indische Bauern, chinesische Landwirte, brasilianische Viehzüchter. Alle ohne Wasser. Alle ohne Nahrung. Und alle lange vor der globalen Erwärmung, wie wir sie heute haben.
Was hat sich geändert? „Atmosphäre und Ozeane sind deutlich wärmer", fügt Singh hinzu. Das bedeutet mehr Energie im System - und damit können die Folgen „noch schärfer" sein. Nicht eine Dürre in einem Jahr, sondern verknüpfte Extremereignisse, die in Folge zuschlagen. Der Balkan bekommt von dieser Struktur schon erste Vorgeschmäcker: 2024 war ein trockenes Jahr in Mazedonien und Griechenland, 2025 brachte Waldbrände an den Küsten Kroatiens und Albaniens.
Die Frage für uns ist nicht „ob es passiert". Die Frage ist - wird der Balkan vorbereitet sein, oder warten wir auf die Katastrophe, die uns zeigt, wie. Wenn Bewässerungsstationen 40 Jahre alt sind, wenn das alte Hydro-System aus Jugoslawien Stück für Stück zerfällt, und wenn Politiker darüber streiten, welche Partei die Verantwortung übernimmt - brauchen wir keinen El Niño. Wir haben genug eigene Probleme.
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