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Großbritannien bekommt seit 2016 den siebten Premier: „König des Nordens” Andy Burnham übernimmt

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Großbritannien bekommt seit 2016 den siebten Premier: „König des Nordens” Andy Burnham übernimmt

Großbritannien hat einen weiteren Premierminister ausgetauscht, und der Zähler läuft immer schneller. Zählt man genau, ist dies der siebte Regierungschef der Insel seit 2016. Ein Land, das als Säule der Stabilität gelten will und dabei Premierminister fast so oft wechselt wie die Jahreszeiten.

Berichten zufolge wurde Andy Burnham (56) offiziell zum Premierminister des Vereinigten Königreichs ernannt, nachdem König Charles III. ihn in den Buckingham-Palast gerufen hatte, um eine neue Regierung zu bilden. Er löst Keir Starmer ab, der die Downing Street mit den Worten verließ, seine Arbeit sei getan und Großbritannien bleibe stärker und gerechter, als er es vorgefunden habe.

Burnham ist kein Neuling in der Politik. Zuvor war er Gesundheitsminister und Kulturminister in früheren Labour-Regierungen, seit 2017 ist er Bürgermeister von Greater Manchester. Dort verdiente er sich einen Spitznamen, der selten an einem Politiker haften bleibt, König des Nordens - gerade weil er sich so oft der Zentralregierung in London widersetzte und mehr Geld und Befugnisse für den Norden Englands forderte.

Nun verspricht er einen Zehnjahresplan zum Umbau Großbritanniens und Sofortmaßnahmen für Bürger, die mit den hohen Lebenshaltungskosten kämpfen. Er verspricht auch Dezentralisierung, also mehr Macht von London hinunter zu den lokalen Behörden.

Klingt vertraut, oder? Jeder neue Premier kommt mit einem Plan für zehn Jahre, und fast keiner bleibt lange genug, um ihn umzusetzen. Die Frage bei Burnham ist nicht, ob er eine Idee hat, sondern ob er überhaupt Zeit haben wird. Auf der Insel sind die Amtszeiten in letzter Zeit kurz - und die Geduld der Wähler noch kürzer.