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63 Jahre seit dem Erdbeben: Skopje brach zu einer Panoramarundfahrt durch die Stadt auf, die es nicht mehr gibt

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63 Jahre seit dem Erdbeben: Skopje brach zu einer Panoramarundfahrt durch die Stadt auf, die es nicht mehr gibt

Dreiundsechzig Jahre sind vergangen seit dem katastrophalen Erdbeben, das 1963 Skopje dem Erdboden gleichmachte. Um des Jahrestags zu gedenken, organisierte die Stadt Skopje etwas mehr als einen Kranz und eine Rede - eine kostenlose Panoramarundfahrt durch die Stadt in einem offenen Bus, bei der die Bürger die Gelegenheit hatten, Skopje kennenzulernen, wie es vor der Katastrophe war.

Mit einem Panoramabus und fachkundiger Führung durch Führer des Mazedonischen Verbands der Fremdenführer und Begleiter brachen die Skopjer zu einer Reise durch die Zeit auf. Geschichten über die Gebäude, die abgerissen wurden, über die Orte, die das einstige Gesicht der Stadt prägten, über das Leben vor dem 26. Juli 1963 - all das, was heute nur noch auf alten Fotografien und in der Erinnerung der Ältesten existiert. Der Ausgangspunkt war das „Makedonija”-Tor.

„Skopje ist eine Stadt, die Tragödie in Kraft verwandelte und Erinnerungen in das Fundament, auf dem sie ihre Zukunft baut”, schrieb Bürgermeister Orce Đorđievski. Und in diesen Worten steckt Wahrheit - wenige Städte der Welt kennen so gut das Gefühl, sich aus Ruinen wiederaufbauen zu müssen, und wenige wissen so gut, wie zerbrechlich die Grenze zwischen einem normalen Tag und einer Katastrophe ist.

Solche Initiativen, jenseits jeder Politik, sind es wert. Denn Erinnerung ist nicht automatisch - sie wird gepflegt, oder sie geht verloren. Jede Generation, die aufwächst, ohne zu wissen, wie das alte Skopje aussah, wo die Gebäude standen, die fielen, wie viel in wenigen Sekunden verloren ging, ist eine Generation, der ein Teil der eigenen Identität fehlt. Der Panoramabus wird die verlorenen Gebäude nicht zurückbringen. Doch er kann zurückbringen, was ebenso viel wert ist - die Geschichte über sie, und die Erinnerung daran, warum die Stadt, die wir heute haben, genau so aussieht.