Das Video fand sie an einem Tag: Zwei Minderjährige und ein 20-Jähriger unter Verdacht nach brutaler Prügelattacke in Gostivar
04.08.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Während halb Europa überlegt, wie es mehr Menschen anziehen kann, stimmte die Schweiz am 14. Juni über etwas scheinbar Bizarres ab - eine verfassungsmäßige Begrenzung der Einwohnerzahl auf 10 Millionen bis 2050. Der Vorschlag kommt nicht von irgendeiner Randgruppe, sondern von der größten rechten Partei des Landes, der SVP.
Die Argumente der Befürworter sind aus ganz Europa bekannt: zu viel Einwanderung, Druck auf öffentliche Dienste, Wohnungsmangel. Doch Regierung, Parlament, Arbeitgeber und Gewerkschaften - alle waren dagegen. Die Warnung ist konkret und teuer: Die Obergrenze könnte die Schweiz zwingen, das Freizügigkeitsabkommen mit der EU aufzukündigen und damit den Zugang zum europäischen Binnenmarkt zu gefährden. Und das nur drei Monate, nachdem das Land ein tieferes Abkommen zur wirtschaftlichen Integration mit der Union unterzeichnet hat.
Interessant ist, dass sogar einige Anführer der SVP selbst zugaben, der Vorschlag sei eher ein "Weckruf" als ernsthafte Politik - ein Weg, die Regierung zum Handeln bei der Einwanderung zu drängen, keine echte Absicht, die Freizügigkeit abzuschaffen. Anders gesagt: ein Referendum als Botschaft, nicht als Gesetz. Die Umfragen waren gespalten: Früher sah es so aus, als könnte der Vorschlag durchkommen, die jüngsten Messungen zeigten eine Stimmung, die sich gegen ihn wendet.
Für den Balkan, dessen Menschen seit Jahrzehnten gerade die Schweizer Wirtschaft füllen - von Baustellen bis zu Krankenhäusern - ist das eine Nachricht mit bitterem Beigeschmack. Das Land, das auch von unseren Händen lebt, stimmt nun darüber ab, ob es uns die Tür verschließt. Und hier liegt die Ironie, die man laut aussprechen sollte: Genau jene, die sich vor "zu vielen Menschen" fürchten, fragen selten, wer ihre Häuser baut, wer ihre Straßen reinigt und wer ihre Alten pflegt. Die Schweiz kann zählen bis zehn Millionen, so viel sie will - aber die Wirtschaft lügt, anders als das Referendum, nicht darüber, wer diese Hände braucht.
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