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Serbische Ministerin gab zu, sie hätte Kosovo „ethnisch gesäubert" - Pristina verbannte sie für immer

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Serbische Ministerin gab zu, sie hätte Kosovo „ethnisch gesäubert" - Pristina verbannte sie für immer

Die serbische Ministerin Snežana Paunović hat ein lebenslanges Einreiseverbot für Kosovo erhalten. Die Entscheidung verkündete der kosovarische Innenminister Xhelal Sveçla, nachdem Paunović in einem Belgrader Studio einen Satz ausgesprochen hatte, den der Balkan nicht so leicht löscht.

„Wäre ich 1998 an Miloševićs Stelle gewesen, hätte ich Kosovo ethnisch gesäubert", sagte die Ministerin in einem Fernsehinterview. Kein anonymer Kommentator, sondern ein Mitglied der serbischen Regierung - ein Mensch, der derzeit im Amt sitzt und Dokumente im Namen des Staates unterschreibt.

Sveçla blieb ihr nichts schuldig. Ihm zufolge zeigt Paunovićs Rhetorik „die Kontinuität einer Staatspolitik, die jahrzehntelang Gewalt, Verbrechen und Versuche hervorbrachte, die Albaner aus ihren Häusern zu tilgen". Eine Botschaft, die die Aussage einer Ministerin direkt mit den 1990ern verknüpft, statt sie als zufälligen Ausrutscher zu behandeln.

Auch Brüssel reagierte. Die Sprecherin der Europäischen Kommission, Anita Hipper, war kurz und scharf: „In Europa ist kein Platz für eine Rhetorik, die ethnische Säuberung rechtfertigt und befürwortet." Ein Satz, der fest klingt - doch wie viel wiegt er, wenn er von einer Institution kommt, die seit Jahren lernt, mit solchen Aussagen aus der Region zu leben?

Nach einer Welle von Reaktionen veröffentlichte Paunović eine Erklärung, in der sie behauptet, es sei nur um eine „Analyse" gegangen. Eine klassische Balkan-Figur: Erst wirft man den Satz hin, dann erklärt man, wir hätten ihn falsch verstanden - aber ohne ein einziges Wort, dass er zurückgezogen sei. Er bleibt gültig, nur in eine weichere Formulierung verpackt.

Und genau da liegt das eigentliche Problem. Das Einreiseverbot ist symbolisch - Paunović hatte ohnehin wohl nicht vor, nach Pristina zu reisen. Was bleibt, ist, dass eine ethnische Säuberung öffentlich erwähnt wurde, ohne Folgen für das Amt, als legitimes politisches Argument. Wenn höchste Amtsträger solche Worte normalisieren, verschiebt sich die Grenze des Erlaubten - und der Balkan erinnert sich gut, wohin das führt.