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Mazedonien hat sich erstmals an den Tisch der „Koalition der Willigen“ gesetzt - der Gruppe von Ländern, die sich um die Ukraine versammelt haben. Beim Treffen in Paris am 13. Juli, das der Stärkung der ukrainischen Luftabwehr gewidmet war, nahm Mazedonien gemeinsam mit Moldau als neues Mitglied teil, da es bereits Teil der NATO ist.
Klären wir gleich den Staub der reißerischen Schlagzeilen, die durch die Region kreisen. Mazedonien tritt nicht in den Krieg ein und schickt keine Soldaten. Es geht um eine politische Anwesenheit bei einem Treffen, auf dem über Raketenabwehr und über Wege gesprochen wird, die Verteidigung der Ukraine gegen russische Angriffe zu stärken. Der Unterschied zwischen „nimmt an einem Treffen zur Luftabwehr teil“ und „schließt sich einem Krieg gegen Russland an“ ist enorm - und genau diesen Unterschied löschen manche Medien absichtlich, um Angst zu schüren.
Die Koalition ist nicht klein. Den Kern bilden neun europäische Länder und die Ukraine - Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien, Schweden und Großbritannien - insgesamt sind rund 37 Länder beteiligt, persönlich oder per Videoschalte. Thema war diesmal ein umfassendes Raketenabwehrsystem und die Details des amerikanischen Plans, „Patriot“-Raketen direkt in der Ukraine zu produzieren.
Was bedeutet das für uns? Mazedonien bewegt sich als NATO-Mitglied in dieselbe Richtung wie der Rest der Allianz - das ist keine Überraschung. Aber die Frage, die jeder Bürger stellen darf, lautet: Wie viel kostet diese Anwesenheit, was wird konkret von uns erwartet, und warum erfahren wir von solchen Entscheidungen meist über ausländische Schlagzeilen statt von der eigenen Regierung? Der Beitritt zu den großen Bündnissen bringt Gewicht und einen Preis mit sich. Klarheit über diesen Preis ist kein Luxus - sie ist die Pflicht jeder Regierung, die in unserem Namen entscheidet.
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