Mickoski und Gjorgjievski treffen sich zu Großprojekten - Symbolik, Rhetorik und null konkrete Termine
25.05.2026
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07.11.2025
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Dieses Szenario haben wir in den letzten Jahrzehnten schon mehr als einmal gesehen - aber meist in kleineren Dimensionen. Donald Trump verhandelt mit dem Iran ohne Benjamin Netanjahu am Haupttisch. Israel, der jahrhundertealte Verbündete, dessen strategische Interessen ein ganzes Jahrhundert lang im Zentrum der amerikanischen Nahostpolitik standen, wird jetzt als militärischer Verbündeter behandelt, nicht als diplomatisch gleichberechtigter Partner.
Das Ergebnis? Israelische Offizielle sind von der direkten Kommunikation zu den Verhandlungen USA-Iran ausgeschlossen. Laut Quellen sind sie "gezwungen zu erfahren, was sie können über das Abkommen zwischen Washington und Teheran durch Kontakte mit Regionalführern und Diplomaten sowie durch eigene Aufklärung innerhalb des iranischen Regimes". Mit anderen Worten - sie erfahren über ihren eigenen Nachbarn wie ausländische Journalisten von einer geschlossenen Pressekonferenz erfahren.
Trumps Ziel? Ein umfassendes Abkommen, das die breitere Konfrontation beendet und die Straße von Hormus öffnet. Netanjahus Ziel? Iran soll keine Nuklear- und Raketenkapazitäten behalten. Diese Differenz in den Zielen ist grundlegend, und Trump hat offensichtlich gewählt, Israels Position zu umgehen, statt sie in die Verhandlungen einzubinden. Stärke oder Schwäche? Hängt von der Perspektive ab.
Für Netanjahu ist das die größte politische Niederlage seiner Karriere, sagen Analytiker. Nicht weil er verloren hätte - sondern weil er außerhalb des Spiels platziert wurde in dem Moment, wo das Spiel läuft. Eine Sache ist es, militärisch von den USA abhängig zu sein - das wissen alle. Eine andere ist, politisch ignoriert zu werden, während die eigenen Interessen am Verhandlungstisch liegen. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten riskiert der israelische Premier, seine Amtszeit ohne bedeutende diplomatische Trophäe zu beenden.
Aus Balkan-Perspektive - das ist eine Lehre, die sich durch die Geschichte kleiner Staaten wiederholt. Alle Allianzen haben Grenzen. Partner bleiben nicht für immer Partner. Wenn dein Verbündeter beschließt, ohne dich zu verhandeln, kannst du entweder schweigen oder eine Szene machen, die dich noch mehr schwächt. Netanjahu versucht den zweiten Ansatz - er tut, als geschehe nichts, während er gleichzeitig medial für größere Einbeziehung lobbyiert. Wird es helfen? Wahrscheinlich nicht. Aber die Option "schweige und ertrage" in Tel Aviv ist nie politisch tragbar.
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