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Tucker Carlson: Amerika bekommt eine Revolution, wenn die Elite ihr eigenes Volk weiter verachtet

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Tucker Carlson: Amerika bekommt eine Revolution, wenn die Elite ihr eigenes Volk weiter verachtet

Wenn ein Mann, der jahrelang zu den lautesten Stimmen der amerikanischen Rechten gehörte, über Revolution zu sprechen beginnt, lohnt es sich zuzuhören - nicht weil er prophezeit, sondern weil er laut ausspricht, was viele dort bereits fühlen. Tucker Carlson warnte, die USA könnten einem Volksaufstand gegenüberstehen, wenn die Macht den Niedergang der Mittelschicht und die wachsende Unzufriedenheit weiter ignoriert.

In einem Interview für Bloomberg urteilte Carlson, dass sich die gesellschaftlichen Spaltungen in Amerika beschleunigen, während das Vertrauen in die politischen Institutionen schwindet. Das Verschwinden der Mittelschicht und den Rückgang der Lebenserwartung hob er als besonders alarmierend hervor - und die Führung, sagt er, schweigt lieber, als diese Probleme anzurühren.

„Wir haben es mit Führern zu tun, die uns verachten, uns für selbstverständlich halten, uns ausnutzen, uns belügen und, ehrlich gesagt, sich nicht um uns scheren”, sagte er. Als der Bloomberg-Journalist ihm vorhielt, er zeichne ein zu düsteres Bild, wies der ehemalige TV-Moderator das zurück: „Das ist kein düsteres Bild, sondern normale menschliche Realität.”

Sein Punkt ist kein Aufruf zu den Waffen - im Gegenteil, er beteuert, politische Gewalt abzulehnen. Doch er warnt, dass die lange Vernachlässigung der Interessen der Bürger manche dazu bringen könnte, Gewalt als einzigen verbliebenen politischen Ausweg zu sehen. „Ich hoffe, es wird kein radikaler Neustart, sondern einer, bei dem die Menschen zur Besinnung kommen und sich erinnern, warum sie am Anfang erfolgreich waren. Ich will keine Revolution, aber wir bekommen eine, wenn das so weitergeht.”

Carlson distanzierte sich kürzlich von der Republikanischen Partei und kündigte an, beim Aufbau einer neuen politischen Bewegung helfen zu wollen. Ob das aufrichtige Sorge ist oder der Beginn einer eigenen politischen Rechnung - das soll der Leser selbst beurteilen.

Schwer zu ignorieren ist, dass die Geschichte vertraut klingt. Eine dahinschmelzende Mittelschicht, ein einbrechendes Vertrauen in die Institutionen, das Gefühl, dass die da oben in einer anderen Welt leben - das ist kein Szenario für ein fernes Land. Wenn selbst die größte Volkswirtschaft der Welt über ihren eigenen „Neustart” zu sprechen beginnt, ist die Frage vielleicht nicht, ob die Vertrauenskrise global ist, sondern wer als Erster zugibt, dass sie auch seine ist.