Gjorgjievski startet Bürgersprechstunden in Kisela Voda - Nah am Volk sechs Monate nach Amtsantritt, der Test, ob Versprechen gehalten werden
28.05.2026
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Siebzehn Jahre nach dem Absturz von Flug AF447 von Rio nach Paris im Atlantik hat das Pariser Berufungsgericht ein Urteil gefällt, das sich vom April 2023 unterscheidet. Air France und Airbus sind nun „ausschließlich und vollständig verantwortlich" für den Tod von 228 Menschen - 12 Besatzungsmitglieder und 216 Passagiere. Ein Urteil, das im erstinstanzlichen Verfahren nicht zustande kam.
Es ist der größte Flugzeugabsturz in der französischen Luftfahrtgeschichte. Das Flugzeug verlor in einem Sturm seinen Auftrieb und stürzte aus 11.580 Metern Höhe in den Atlantik. Wrackteile wurden nach einer umfangreichen Suche gefunden, die 10.000 Quadratkilometer Meeresboden umfasste. Der Flugdatenschreiber wurde erst 2011 aus dem Ozean geborgen - zwei Jahre nach dem Unglück.
Französische Ermittler kamen 2012 zu dem Schluss, dass die Ursache eine Kombination aus fehlerhaften Geschwindigkeitssensoren und Pilotenfehlern war - die Piloten, statt die Nase des Flugzeugs zu senken, um Auftrieb zurückzugewinnen, zogen sie nach oben. Eine Reaktion, vor der Flughandbücher strikt warnen, die neue Piloten in Panikmomenten aber oft zeigen.
Beide Unternehmen sind nun der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Jedes zahlt die Höchststrafe von 225.000 Euro. Eine lächerliche Summe für zwei Konzerne mit Milliardenumsätzen - aber die symbolische Bedeutung ist eine andere. Sie heißt: das Gericht hat sowohl die systemischen Fehler im Sensordesign (Airbus) als auch in der Pilotenausbildung (Air France) erkannt.
Die Opfer kamen aus 33 Ländern - 61 Franzosen, 58 Brasilianer, 26 Deutsche. Darunter der brasilianische Prinz Pedro Luiz de Orléans und Bragança (26) und der kroatische Seemann Zoran Marković (45). Siebzehn Jahre später besuchen viele der Familien immer noch jährliche Gedenkfeiern, ohne endgültigen Frieden gefunden zu haben.
Wie Danielle Lamy, Vertreterin des Opferverbands, die ihren eigenen Sohn verlor, sagte: die Justiz „erkennt endlich das Leiden der Familien an, die einer kollektiven Tragödie mit unerträglicher Brutalität gegenüberstehen." Für die beiden Unternehmen wird das Urteil sicher angefochten. Für die Familien ist es das erste Urteil, das einen Teil dessen zurückgibt, was kein Gericht zurückgeben kann.
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