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Rogers hat Aston Villa nach 44 Jahren an Europas Spitze gebracht - Tuchel hat jetzt eine Frage, die er nicht beantworten will

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Rogers hat Aston Villa nach 44 Jahren an Europas Spitze gebracht - Tuchel hat jetzt eine Frage, die er nicht beantworten will

Aston Villa hat die 44-jährige Durststrecke ohne europäische Trophäe beendet - und das mit einem 3:0 im Europa-League-Finale gegen Freiburg. Die Deutschen kamen mit einem Plan, fuhren mit drei Toren im Netz und dem Gefühl nach Hause, gegen das Team von Unai Emery nichts ausrichten zu können.

Das Hauptgespräch nach dem Spiel drehte sich nicht um Taktik, sondern um einen Spieler. Morgan Rogers, mit 23 Jahren, traf und legte das erste Tor auf - eine präzise Flanke auf Youri Tielemans, die das Spiel eröffnete. Laut Statistik ist er damit der jüngste Engländer, der in den letzten 25 Jahren in einem Finale eines großen europäischen Wettbewerbs ein Tor erzielt hat. Keine schlechte Zeile für die Biografie.

Und nun kommt das Spannende. Am Freitag verkündet Thomas Tuchel Englands Kader für die WM, und Rogers ist praktisch im Kader gesetzt. Die Frage ist nicht, ob er dabei ist - sondern ob er von Beginn an spielt. Die Konkurrenz auf der Position hinter dem Sturm ist hart: Jude Bellingham, Cole Palmer, Eberechi Eze, Phil Foden. Alle mit Star-Status, alle mit Angst vor der Bank.

Doch Realität ist: Rogers hatte die konstanteste Saison von allen - und nicht nur auf dem Papier. Tor bei Villas 4:2 gegen Liverpool, Auftritt im Europa-League-Finale, wenn das Netz zappeln muss. Tuchel hat die Wahl: mit den großen Namen gehen und sich hinter ihnen verstecken, falls es schiefläuft, oder mit einem Spieler in Form ein Risiko eingehen und vielleicht mehr bekommen als erwartet.

Bei der WM kommt England immer mit voller Star-Kasse und leeren Händen. Vielleicht ist jetzt der Moment, etwas anderes zu probieren - mit jenen zu spielen, die im Moment nicht nur den Namen haben, sondern auch für ihn arbeiten.