Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Hinter den lauten Schlagzeilen, „Putin hat die Europäische Union gebrochen", steht eine weit bescheidenere, aber interessantere Wahrheit: Die EU verzichtet auf den Plan, die Preisobergrenze für russisches Öl von 60 auf 45 Dollar je Barrel zu senken. Der Preis bleibt, wo er war - und das ist ein Hinweis, dass die Rechnung nicht mehr nur geopolitisch, sondern auch budgetär ist.
Der Grund liegt nicht in Moskau, sondern im Nahen Osten. Die neue Krise um den Iran änderte das Kalkül: Zieht sich der Markt weiter zusammen, würde jede schärfere Obergrenze für russisches Öl nicht nur Russland treffen, sondern auch europäische Verbraucher, die Industrie und die Staatshaushalte. Mit anderen Worten - Sanktionen schmerzen auch den, der sie verhängt.
Das heißt nicht, dass sich die EU völlig zurückzieht. Die Union plant, die Maßnahmen an anderen Fronten auszuweiten: rund 20 neue Schiffe der russischen „Schattenflotte" auf der Sanktionsliste, Maßnahmen gegen Banken, Ölhändler, Raffinerien und Krypto-Dienste sowie strengere Exportkontrollen gegenüber China, Indien, der Türkei und Zentralasien.
Die Lehre ist so alt wie die Sanktionen selbst: leicht anzukündigen, schwer zu ertragen. Wenn der Preis eines Prinzips am Spritpreis an der Tankstelle gemessen wird, wird die politische Entschlossenheit plötzlich flexibler. Der Balkan sieht das aus der Nähe - denn wenn Europa wegen Energie hustet, wackelt bei uns die Stromrechnung.
Die Frage, die sich lohnt, ist nicht, ob die EU „besiegt" ist, sondern etwas Nüchterneres: Wie lange kann eine Politik des Drucks bestehen, wenn jede Verschärfung wie ein Bumerang gegen den eigenen Lebensstandard zurückkehrt? Die Antwort, so scheint es, haben wir gerade erhalten - bis 60 Dollar, und keinen Cent strenger.
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