Ein ausländischer Botschafter schockiert von Strugas Deponie: 30 Meter Müll am Ohridsee
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12.04.2026
Während Sofia Bedingungen für unseren Weg in die EU stellt, erhebt sich in Europa selbst eine Stimme, dass es gerade Bulgarien ist, das sich entschuldigen sollte. Die Europäische Freie Allianz - ein Bund europäischer Parteien, die Regionen, Minderheiten und Völker ohne eigenen Staat vertreten - hat einstimmig eine Erklärung verabschiedet, die von Bulgarien eine Entschuldigung für Verbrechen an der mazedonischen Minderheit und für deren gewaltsame Assimilation fordert.
Die Erklärung ist keine allgemeine Floskel. Sie fordert konkret, dass Bulgarien die 14 Fälle umsetzt, die vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg verloren wurden - Fälle, die die Verweigerung der Registrierung mazedonischer Vereine betreffen. Bulgarien weigert sich bis heute anzuerkennen, dass auf seinem Gebiet überhaupt eine mazedonische Minderheit existiert.
Die Allianz geht weiter und beschreibt die Lage als „eine der schwersten Menschenrechtskrisen in der EU". Die historische Wurzel sieht sie in der Entnationalisierungspolitik aus der Zeit Todor Schiwkows nach 1963, und erinnert daran, dass auch heutige bulgarische Politiker dieselbe Rhetorik wiederholen - dass Mazedonier „nicht existieren dürfen und nicht existieren können".
Die Erklärung benennt auch jene Formel, die wir nur zu gut kennen: „Mazedonien in die EU - ja, aber Mazedonismus - nein." Mit anderen Worten: Eintritt in die Union im Tausch gegen den Verzicht auf die eigene Identität. Wenn eine europäische Organisation das offen Erpressung nennt, ist das vielleicht ein Zeichen, dass die Geschichte, die uns jahrelang als „technische Fragen" serviert wird, eine andere, weit klarere Seite hat.
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