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Iran beschuldigt die NATO der Mittäterschaft: 500 Flugzeuge starteten aus Italien, auch Rumänien im Spiel

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Iran beschuldigt die NATO der Mittäterschaft: 500 Flugzeuge starteten aus Italien, auch Rumänien im Spiel

Der Krieg gegen den Iran bekam plötzlich eine europäische Adresse. Iran hat die NATO offiziell der Mittäterschaft an dem beschuldigt, was es als illegale amerikanisch-israelische Operation gegen sein Territorium beschreibt - und Anlass für den Vorwurf ist eine Aussage des Generalsekretärs des Bündnisses selbst, Mark Rutte.

In einem Interview im amerikanischen Fernsehen enthüllte Rutte, dass 500 amerikanische Flugzeuge von US-Stützpunkten in Italien zur Unterstützung der am 28. Februar gestarteten Operation „Epic Fury" abhoben. Ihm zufolge umfasste die Operation zwischen 4.000 und 5.000 Kampfeinsätzen von europäischen Stützpunkten aus, und neben Italien nannte er auch Rumänien als Beteiligten - Bukarest habe sogar kommerzielle Flüge reduziert, um Platz für die Luftbetankung der Flugzeuge zu schaffen.

Der iranische Sprecher Esmail Baghaei nutzte das Eingeständnis sofort. „Der NATO-Generalsekretär hat Italien und Rumänien ausdrücklich als Teilnehmer an der Aggression gegen den Iran benannt", schrieb er und wertete dies als „Eingeständnis aktiver Mittäterschaft an einem illegalen Angriffskrieg". Baghaei forderte, die beiden europäischen Länder sollten ihren eigenen Bürgern und der Welt erklären, warum sie verwickelt seien.

Italien distanzierte sich rasch von den schweren Worten und behauptete, es habe nur „technische und logistische Flüge" erlaubt, nicht Operationen von Hunderten Kampfflugzeugen. Ein klassisches diplomatisches Manöver - drinnen sein und zugleich nicht ganz drinnen sein.

Für den Balkan ist das keine abstrakte Nachricht. Wenn ein Bündnis, dem auch unsere Nachbarn angehören, offen zugibt, seine Stützpunkte für einen Krieg gegen ein Drittland bereitzustellen, wird die Frage konkret: Wo endet die „logistische Unterstützung", und wo beginnt die Beteiligung am Krieg? Und wer fragt die Bürger dieser Länder, ob sie damit einverstanden sind, dass ihr Territorium zur Startbahn für den Konflikt eines anderen wird?