Skip to content

Mindanao von einem 7,8-Beben erschüttert: mindestens 15 Tote, 138 Nachbeben, Tsunami-Alarm für zwei Nachbarn

1 Min. Lesezeit
Teilen
Mindanao von einem 7,8-Beben erschüttert: mindestens 15 Tote, 138 Nachbeben, Tsunami-Alarm für zwei Nachbarn

Der Boden unter Mindanao bebte mit einer Kraft, die verschiedene seismologische Dienste unterschiedlich maßen - mal 7,8, mal 8,2, mal 7,0 - doch für die Menschen auf der Insel bedeutete der Unterschied zwischen diesen Zahlen nichts. Es bedeutete nur eines: einstürzende Wände, berstende Straßen und eine Nacht, in der niemand zu Hause schläft.

Bislang sind mindestens 15 Tote bestätigt, zwölf davon in der Region Soccsksargen im Süden der Philippinen, und über 129 Verletzte allein in diesem Gebiet. Die Zahlen sind vorläufig - nach einem starken Erdbeben steigen sie in den folgenden Tagen fast immer, sobald Rettungskräfte die Orte erreichen, die die ersten Stunden nicht erreichen.

Das Beben traf in nur 10 Kilometern Tiefe - flach, was an der Oberfläche verheerend bedeutet. Bis zum Morgen wurden ganze 138 Nachbeben mit Stärken von 1,3 bis 6,7 registriert. Für zwei Nachbarn, die Philippinen und Indonesien, wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben; die höchste gemessene Welle erreichte 1,4 Meter, woraufhin Indonesien seinen Alarm aufhob.

Für den Balkan, der sich an sein eigenes verheerendes Erdbeben nur zu gut erinnert - Skopje 1963 und dann Tragödien, die gar nicht so fern sind - sind solche Nachrichten keine Exotik vom anderen Ende der Welt. Sie sind eine Erinnerung daran, dass die Natur nicht verhandelt, und dass das Einzige, was wirklich darüber entscheidet, wie viele Menschen überleben, nicht die Stärke des Bebens ist, sondern wie solide gebaut war, was über ihnen einstürzte.