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Öl wieder über 100 Dollar: Jeder Schuss im Roten Meer sendet eine Welle, die jede Zapfsäule erreicht

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Öl wieder über 100 Dollar: Jeder Schuss im Roten Meer sendet eine Welle, die jede Zapfsäule erreicht

Der Preis für Öl der Sorte „Brent” hat zum ersten Mal seit Ende Mai wieder die Marke von 100 Dollar je Barrel überschritten. Der Sprung ist kein Zufall - er kommt direkt aus dem Roten Meer, wo jeder Schuss eine Welle sendet, die jede Zapfsäule der Welt erreicht.

Nordsee-Brent sprang um 6,77 Prozent auf 100,512 Dollar je Barrel. Die Ursache? Die Huthis, unterstützt vom Iran, greifen erneut Schiffe im Roten Meer an. Das bedeutet teurere Versicherungen für die Tanker, die Öl und Gas transportieren, und längere Routen - weil die Schiffe die Konfliktzonen meiden. Jeder umgangene Kilometer ist ein Kostenpunkt, den am Ende jemand bezahlt.

Die Zahlen, die Analysten anführen, sind hart: Brent liegt noch etwa 20 Dollar unter den Aprilhochs, aber bereits 28 Dollar über dem Niveau vor der neuen Eskalation im Nahen Osten. US-Öl (WTI) wird um 84,50 Dollar gehandelt. Der Markt, mit anderen Worten, wittert erneut die Krise.

Und warum ist das auch außerhalb der Börse wichtig? Weil teureres Öl nicht auf dem Diagramm bleibt. Es verwandelt sich in höhere Inflation, und die Zentralbanken bekommen dann einen Vorwand, die Zinsen zu halten oder anzuheben. Teurerer Kredit, teurerer Transport, teurer jede Kiste, die per Lastwagen oder Schiff reist.

Der Balkan kennt diese Geschichte auswendig - Spannung an einem Ende der Welt, eine Preiserhöhung am anderen. Wird es diesmal anders sein? Wenn die großen Akteure sich im Roten Meer streiten, kommt es selten vor, dass die Flamme genau an der Grenze des Konflikts haltmacht.

Vorerst beschreiben Analysten den momentanen Sprung als „ernsthafte geopolitische und wirtschaftliche Bedrohung”. Übersetzt in eine Sprache, die wir alle verstehen: Solange die Spannung anhält, verspricht niemand, dass es morgen billiger wird.