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Vom Zentrum zum Flughafen in acht bis elf Minuten: Bau der Schnellbahn nach Petrovec beginnt im Frühjahr

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Vom Zentrum zum Flughafen in acht bis elf Minuten: Bau der Schnellbahn nach Petrovec beginnt im Frühjahr

Vom Zentrum Skopjes zum Flughafenterminal in Petrovec in acht bis elf Minuten, mit dem Zug. Der Bau der schnellen Bahnverbindung soll im Frühjahr beginnen, kündigte Vizepremier und Verkehrsminister Aleksandar Nikoloski an.

Der erste Abschnitt wird den Neuen Bahnhof mit dem Flughafenterminal verbinden. Das Projekt ist Teil eines größeren Plans zum Ausbau des Skopjer Stadtbahnverkehrs, nach dem kürzlichen Start der ersten Stadtbahnlinie.

Vorgesehen sind auch zwei neue Linien: eine über Avtokomanda, Madzhari, Chento und Ilinden bis Agino Selo, die andere von Volkovo über Gjorche Petrov, Skopje Nord und Butel zum Neuen Bahnhof. Geplant ist zudem eine neue Haltestelle bei der Siedlung „11. Oktober - Baracken“ in Kisela Voda sowie die Abstimmung des Fahrplans mit den Buslinien und die Einrichtung von Fahrradstellplätzen.

Parallel wird der Fuhrpark modernisiert. Über die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung werden fünf Elektrolokomotiven für die Elektrifizierung des Güterverkehrs beschafft, mit Unterstützung der Weltbank wird der Kauf von vier bis sechs Personenzügen mit eigenem Bereich für Fahrräder und Haustiere abgeschlossen.

Acht Minuten - und alle acht Minuten davor

Die Idee ist gut, Ironie ist hier nicht nötig. Eine direkte Bahnverbindung zum Flughafen ist in fast jeder europäischen Hauptstadt Standard, und Skopje hat dieses Jahr endlich auch seine erste Stadtbahn bekommen - mit Reaktionen, die laut Nikoloski ausgezeichnet sind.

Aber die Verbindung Skopje - Petrovec ist keine neue Idee. Sie wird seit Jahren angekündigt, in verschiedenen Varianten, von verschiedenen Ministern. Neu ist das Wort „im Frühjahr“, und genau dieses Wort wird überprüft werden.

Denn der Unterschied zwischen diesem Projekt und den früheren Ankündigungen wird nicht in der Fahrzeit liegen, sondern darin, ob im Frühjahr tatsächlich gegraben wird. Acht bis elf Minuten ist eine Zahl, die im Fernsehen hervorragend klingt. Die Frage ist, wie viele Jahre zwischen Ankündigung und erstem Zug liegen - und die bisherigen Erfahrungen mit der mazedonischen Bahn sind da nicht ermutigend.

Es gibt auch ein praktisches Detail, das darüber entscheidet, ob die Linie Sinn ergibt: wie oft sie fährt. Ein Zug alle fünfzehn Minuten ändert die Gewohnheiten der Fahrgäste. Ein Zug alle zwei Stunden ist eine Touristenattraktion, kein Verkehrsmittel. Der Fahrplan wurde bislang nicht veröffentlicht - und genau er ist der Unterschied zwischen Infrastruktur und einem Foto mit Band.