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Schoigu zieht wieder die Sarmat-Karte: NATO-Budgets überschritten 1,5 Billionen Dollar, und Russlands Botschaft an die OVKS lautet - bleibt loyal

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Schoigu zieht wieder die Sarmat-Karte: NATO-Budgets überschritten 1,5 Billionen Dollar, und Russlands Botschaft an die OVKS lautet - bleibt loyal

Beim Treffen des Kollektivrates der OVKS (Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit) holte Sergej Schoigu, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, die alte russische Botschaft hervor: „Der Westen muss die Folgen seiner Russland-Politik nüchtern bewerten. Ich bin überzeugt, dass die erfolgreichen Tests der 'Sarmat' und die nuklearen Übungen letzter Woche die Eifrigkeit der westlichen Strategen abkühlen."

Sarmat" ist die interkontinentale ballistische Rakete, die in der russischen Militärdoktrin als eines der zentralen strategischen Argumente präsentiert wird - die Möglichkeit einer direkten Antwort, die nicht auf eine lokale Front begrenzt bleiben muss. Mit anderen Worten: Wenn die NATO direkt eingreift, hat Russland die Kapazität, mit Mitteln zu antworten, die keine Grenze kennen.

Die Rhetorik ist nicht neu. Schoigu - jetzt in ziviler Rolle als Sekretär des Rates, nachdem er 2024 den Posten des Verteidigungsministers verließ - ist Experte darin. Die Sicherheitslage beschrieb er als „sich rasant zersetzend". Die Hauptbedrohung, sagte er, komme von der NATO und ihren Mitgliedstaaten.

Das Argument: Militärbudgets. Über 1,5 Billionen Dollar jährlich insgesamt unter den NATO-Mitgliedern, wobei osteuropäische und baltische Staaten mehr als 4% des BIP für Verteidigung aufwenden. Das ist das stille Eingeständnis, dass die NATO, besonders nach dem Angriff auf die Ukraine 2022, tatsächlich gewachsen ist. Nicht nur rhetorisch - finanziell und infrastrukturell.

Was bedeutet das für OVKS-Mitgliedstaaten - Belarus, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Armenien? Moskau ruft sie auf, „schnell Risiken zu bewerten und die Koordination zu stärken". Das ist diplomatische Sprache für: Bleibt nah, bleibt loyal. Da Armenien in den letzten zwei Jahren eine sichtbare Distanzierung von Russland zeigt und sich dem Westen nähert, haben diese Botschaften einen Untertext.

Für den Balkan, der zu keinem dieser Blöcke gehört, ist das ein Signal, dass die bipolare Logik zurück ist. Und nicht als Rhetorik, sondern als militärisch-wirtschaftliche Realität. Eine Welt, in der jeder Staat entscheiden muss, auch wenn ihm niemand offen sagt - „entscheidet euch".