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300.000-Liter-Tank in US-Fabrik geborsten - Tote, Verletzte und ein Standardstatement, es bestehe keine Gefahr

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300.000-Liter-Tank in US-Fabrik geborsten - Tote, Verletzte und ein Standardstatement, es bestehe keine Gefahr

Am Dienstagmorgen in Longview, Bundesstaat Washington (USA), barst in einer Verpackungsfabrik ein industrieller Flüssigkeitstank, mit mehreren Toten und etwa zehn Verletzten. Der Tank enthielt rund 300.000 Liter eines weißen flüssigen Materials und war zum Zeitpunkt des Bruchs zu etwa 60% gefüllt.

Die Fabrik gehört zu Nippon Dynawave Packaging, einer Tochter der japanischen Nippon Paper Industries. Das Unternehmen ist spezialisiert auf Materialien für flüssige Verpackungen - jene Art Karton, die für Milch, Saft und ähnliche Produkte verwendet wird. Lokale Behörden erklärten, es bestehe „keine unmittelbare Gefahr für die Umwelt" - eine Standardformulierung, die bei Industrieunfällen fast immer einer Revision vorangeht.

Scott Goldstein, Kommandant des Feuerwehrdienstes von Cowlitz County, bestätigte, dass die genaue Zahl der Toten noch nicht feststeht. Zehn Personen sind verletzt, von leichten bis lebensbedrohlichen Verletzungen, darunter ein Feuerwehrmann.

Der Gouverneur von Washington, Bob Ferguson, sprach in sozialen Netzwerken sein Beileid „den Arbeitern, ihren Familien und den Feuerwehrleuten" aus. Was er nicht sagte - und was für jede Industrieinspektion wichtig ist - ist, um welches flüssige Material es sich handelte. „Weiß" ist eine visuelle Beschreibung, keine chemische. Ist das Material toxisch oder reaktiv, kann „keine Gefahr" erst am Ende der Untersuchung bestätigt werden.

Für den Balkan bleiben Industrieunfälle in Nordamerika ferne Nachrichten, aber sie folgen einer universellen Logik - 300.000-Liter-Tanks platzen nicht von selbst. Sie platzen wegen Korrosion, wegen versäumter Inspektionsfristen oder wegen Operationsfehlern. Alle drei Ursachen sind auch in unseren Industrien möglich, und genau darum sollten solche Nachrichten keine fremde Kuriosität sein, sondern eine Erinnerung daran, dass Zertifizierungen und regelmäßige Inspektionen keine Formalitäten sind.