Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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23.04.2026
23.04.2026
12.04.2026
Die Gordie-Howe-Brücke zwischen Detroit und Windsor - eine sechsspurige Autobahn über die Grenze zwischen den USA und Kanada - wird bis Ende der Woche eröffnet. Es wäre eine routinemäßige Zeremonie mit Schere und Band, wäre da nicht die Tatsache, dass US-Präsident Donald Trump bereits im Februar drohte, er werde die Brücke nicht öffnen lassen, bis Kanada nachgebe.
Der kanadische Premierminister Mark Carney teilte die Nachricht den Reportern in Ottawa kurz und ohne Theater mit: „Großartige Nachricht. Die Brücke wird natürlich bis Ende der Woche geöffnet sein." Er nannte die Brücke „ein Symbol, aber auch einen konkreten Beweis der Zusammenarbeit" zwischen den beiden Ländern - und wich Fragen darüber, was hinter den Kulissen mit Trump geschah, elegant aus. Wer gewinnt, erklärt nicht.
Trumps Drohung war so laut wie sachlich verdreht. Er behauptete, Kanada „besitze sowohl die kanadische als auch die amerikanische Seite" und das Projekt sei eine „Ausnutzung Amerikas", und forderte, Kanada solle „mindestens die Hälfte dieses Eigentums" abtreten. Die Realität: Die Brücke ist gemeinsames Eigentum der kanadischen Regierung und des US-Bundesstaates Michigan. Ein interessantes Detail im Hintergrund - die Familie Moroun, Eigentümer der nahen privaten Ambassador-Brücke, kämpfte jahrelang gegen die neue Brücke als unlauteren Wettbewerb, Klagen inbegriffen. Wenn ein privates Monopol und präsidiale Rhetorik in dieselbe Richtung ziehen, beantwortet sich die Frage „wem nützt es" von selbst.
Die Zahlen des Projekts: 2012 vereinbart, ab 2018 gebaut, rund 6,4 Milliarden Dollar, sieben Jahre Arbeit. Benannt ist sie nach dem legendären kanadischen Eishockeyspieler Gordie Howe, der jahrelang gerade in Detroit spielte. Die Ironie der Geschichte: 2017 unterzeichnete Trump selbst mit dem damaligen Premier Trudeau eine gemeinsame Erklärung mit der Hoffnung auf eine „rasche Fertigstellung" eben jener Brücke, die er später zur „Ausnutzung" erklärte.
Die ganze Episode ist Teil eines größeren Bildes: Zölle, Gegenmaßnahmen, Rhetorik über Kanada als „51. US-Bundesstaat" und Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen. Carney ruft unterdessen zu einer Koalition der „mittleren Mächte" gegen die „großen" auf. Und die Brücke - gebaut, um Lieferketten zu erleichtern und Staus zu verringern - wird am Ende funktionieren. Manchmal ist Beton hartnäckiger als die Politik. Und das ist vielleicht die ermutigendste Nachricht der ganzen Geschichte.
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