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Skopjes Willkommensschild ohne Albanisch: DUI fordert einen Rücktritt und fragt, wo die Sprachinspektion ist

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Skopjes Willkommensschild ohne Albanisch: DUI fordert einen Rücktritt und fragt, wo die Sprachinspektion ist

Das Willkommensschild am Eingang zu Skopje - jenes mit der Fotocollage und der Aufschrift „Dobre dojdovte vo Skopje / Welcome to Skopje" - ist erneut Gegenstand politischer Auseinandersetzung. Diesmal nicht wegen des fünfbeinigen Pferdes, das das Bild zuvor zur Lachnummer gemacht hatte, sondern wegen etwas, das fehlt: der albanischen Sprache.

Die DUI wirft der Stadt Skopje vor, an nur einem Tag zweimal gegen die gesetzliche Pflicht zum Gebrauch des Albanischen verstoßen zu haben. Skopje, erinnern sie, ist eine zweisprachige Stadt, und ihre Institutionen haben eine klare gesetzliche Pflicht, Albanisch in der offiziellen Kommunikation zu verwenden - doch das Schild am Eingang steht nur auf Mazedonisch und auf Englisch.

Doch der Hauptpfeil der Opposition zielt nicht auf die Stadt, sondern auf eine Institution, die, so sagen sie, reagieren müsste und stattdessen schweigt: die Inspektion für den Sprachgebrauch. „Diese Institution wurde eigens geschaffen, um Verstöße festzustellen und Maßnahmen zu verhängen. In ihre Errichtung flossen Jahre an Arbeit, Personal und Schulungen", sagt die DUI - und fordert den sofortigen Rücktritt des Direktors, eines Kaders der Partei Vlen.

Laut Opposition ermutigt das Schweigen der Inspektion die Verstoßenden direkt und macht den Ausschluss des Albanischen zur institutionellen Praxis. Deshalb fordern sie neben dem Rücktritt auch die rechtliche Verantwortung aller, die das Gesetz über den Sprachgebrauch gebrochen haben.

Hinter dem Parteiengezänk steht eine Frage, die die täglichen Erklärungen überdauert. Die Inspektion existiert, das Gesetz existiert, die Pflicht existiert - aber wenn die zur Durchsetzung des Gesetzes geschaffene Institution schweigt, wenn das Gesetz am sichtbarsten gebrochen wird, auf dem Schild am Stadteingang selbst, wozu dient sie dann? Ein Schild lässt sich an einem Tag austauschen, so wie die Plakatwand mit dem Pferd nach der Kritik ausgetauscht wurde. Eine Institution, die nicht handelt, ist das schwerere Problem, und sie lässt sich nicht mit einem neuen Stempel beheben.