Kinder mit Behinderung im Labyrinth gefangen, 10,7 Millionen ohne Grundlage ausgezahlt: die Prüfung der Sozialzentren
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12.04.2026
Iran fordert von Schiffen bis zu 2 Millionen Dollar für die Durchfahrt durch die Straße von Hormuz - und das mit einem einfachen Argument: wenn Suez und Panama können, warum nicht sie? Die Frage klingt legitim, bis zum Moment, in dem das internationale Seerecht aufgeschlagen wird. Dann taucht eine saubere Unterscheidung auf, die in der diplomatischen Praxis selten laut ausgesprochen wird: Kanäle sind Menschenwerk, Meerengen sind Werk der Natur.
Teheran rechtfertigt die Gebühren als „Kriegsreparationen" und Entschädigung für „Navigationsdienste", Umweltschutz und erhöhte Sicherheit. Sie planen ein gemeinsames Protokoll mit Oman, in dem Sondergenehmigungen für die Einfahrt in die Meerenge verlangt werden. Ein Teil der asiatischen Reedereien hat leise zugestimmt zu zahlen. Die wichtigsten globalen Akteure - USA, China und alle Golfstaaten - lehnen das kategorisch ab.
Warum geht das diesmal nicht? Laut Seerechtsexperten garantiert UNCLOS (das UN-Seerechtsübereinkommen) den „Transitdurchfahrt" durch natürliche Meerengen und verbietet es Küstenstaaten, ihn zu behindern. Erlaubt sind nur begrenzte Gebühren für Dienstleistungen wie Lotsen- und Schleppdienste. Alles andere gilt als Verletzung des Völkerrechts.
Suez und Panama sind eine andere Kategorie. Sie sind künstliche Wasserstraßen, gebaut und unterhalten von souveränen Staaten mit enormem Aufwand. Deshalb generiert Suez rund 4 Milliarden Dollar im Jahr an Durchfahrtsgebühren; Panama verlangt genauso. Das internationale Regime erkennt das als sich amortisierende Investition an. Hormuz, als natürliche Meerenge, ist kein Bauprojekt - sie existiert von selbst.
Was Iran jetzt macht, ist das Testen des Völkerrechts mit ökonomischem Hebel. Da ein Fünftel des weltweiten Öls und Gases durch Hormuz fließt, ist das Einnahmepotenzial gewaltig. Aber das Konfliktpotenzial ist größer. Wenn ein Land beginnt zu kassieren, was nach Recht frei sein müsste, haben die anderen Länder zwei Optionen - zahlen oder „nein" mit der Kanone sagen. Und genau wegen dieses Dilemmas ist Hormuz seit drei Monaten die instabilste Schifffahrtsroute des Planeten.
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