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Teenager schießen auf Moschee in San Diego: drei Tote, Hassbotschaften auf den Waffen, eine Woche vor Eid al-Adha

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Zwei Teenager eröffneten am Montag das Feuer auf den Komplex des Islamischen Zentrums in San Diego und töteten drei Männer vor der Moschee, darunter einen Sicherheitsmann. Die beiden Angreifer wurden später tot in einem Fahrzeug in der Nähe gefunden - durch selbst zugefügte Schüsse.

Das FBI stufte die Ermittlungen sofort als hybriden Strafrechtsfall ein - mit einer eindeutigen Bezeichnung: Hassverbrechen. Auf einer der Waffen waren Hassbotschaften eingraviert, die sich nicht speziell gegen dieses Islamische Zentrum richteten, sondern ein „breites Spektrum" antimuslimischer Hetze abdeckten.

Alle Kinder der Al-Rashid-Schule im selben Komplex wurden sicher evakuiert. Tatzeit: kurz vor Mittag. Die Reaktion: 50 bis 100 Polizisten waren in vier Minuten vor Ort - absolut beeindruckend, und zugleich ein Hinweis auf die Größe des Problems.

Zwei Stunden vor dem Angriff hatte sich die Mutter eines der Täter bei der Polizei gemeldet. Sie sagte, ihr Sohn habe das Haus mit mehreren ihrer Pistolen verlassen, in Tarnkleidung. Die Polizei behandelte den Fall als möglichen Suizid. Nicht als gezielten Angriff auf eine Moschee. Nicht als Vorbereitung eines Verbrechens. Suizid. Genau diese Sichtweise ist in den letzten Jahren in den USA für viele anti-muslimische Angriffe ziemlich typisch.

Imam Taha Hasane fasste die Lage schlicht zusammen: „Das ist ein Ort des Gebets, kein Schlachtfeld." Der Angriff kommt eine Woche vor Eid al-Adha, einem der größten muslimischen Feiertage. Kein Zufall - sondern Timing.

Für Muslime auf dem Balkan, die in Ländern leben, in denen Glaube stets eine politische Färbung hat, kommt einem diese Geschichte nahe. Nicht der erste, nicht der letzte Angriff auf eine Moschee im Westen. Nicht die erste Mutter, deren Warnung nicht ernst genommen wurde. Nicht der letzte Tod eines Imams oder Gläubigen auf dem Weg zum Gebet. Die Frage, die wir uns alle stellen, ist die, die niemand beantworten will: Wie viele San Diegos braucht es, bis jemand zugibt, dass das ein Trend ist, kein Einzelfall?