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Trump verschiebt Iran-Schlag auf Bitte der Golfstaaten: Ölpreise hängen jetzt an einem einzigen Gespräch

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Nur wenige Stunden vor dem angekündigten Schlag verschob Donald Trump die Militäroperation gegen Iran. Der Grund kam nicht aus Iran. Er kam aus dem Golf. Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Länder der Region baten Washington zu warten.

Warum die Angst? Weil jeder Schlag gegen Iran eine Blockade der Straße von Hormus bedeutet, einen Sprung beim Ölpreis, einen möglichen Angriff auf saudische Raffinerien und Chaos im gesamten Persischen Golf. Die Golfmonarchien wollen keinen Krieg vor der eigenen Haustür - und sie sagten das dem Weißen Haus direkt.

Trump beschrieb die Entscheidung in typischem Ton: „Wenn wir alles lösen können, ohne alles zu zerstören, ist das großartig." Er gab zu, die Vorbereitungen für einen „sehr großen Schlag morgen" hätten gelaufen. Jetzt kann die Pause dauerhaft werden - oder nicht. Die militärischen Optionen, sagte er, blieben auf dem Tisch.

Hier kommt der interessante Teil. Nach seinen Aussagen hätten Vermittler ihm gesagt, Teheran sei vielleicht näher an einem Deal als gedacht. Doch Trump fügte sofort die harte Linie hinzu: Iran darf keine Atombombe haben. Das Ultimatum bleibt unverändert. Nur das Timing hat sich verschoben.

Für den Balkan ist das keine ferne Geschichte. Der Benzinpreis an den Zapfsäulen in Skopje, Tirana und Sarajevo hängt direkt davon ab, ob Hormus offen bleibt. Die wirtschaftlich-politischen Folgen eines US-Iran-Konflikts lesen sich in Haushaltsbudgets - nicht über Monate, sondern über Tage. Wird bei uns für den Ernstfall eine Reserve geplant? Niemand wird die Frage stellen - und die Antwort werden wir alle zu spät erfahren.