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Ein Teil der umgestürzten Bäume in Skopje wird zu Bänken auf dem Vodno, ein Teil wird sozial schwache Familien wärmen

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Ein Teil der umgestürzten Bäume in Skopje wird zu Bänken auf dem Vodno, ein Teil wird sozial schwache Familien wärmen

Niemand kann genau sagen, wie viele Bäume beim Unwetter mit Windgeschwindigkeiten über 130 Kilometern pro Stunde in ganz Skopje umstürzten. Die erste Information des Innenministeriums sprach von 189 umgestürzten Bäumen. Nach Einschätzungen vor Ort ist die Zahl deutlich höher - allein auf dem Friedhof „Butel“ fielen rund 80, Hunderte in Karposh und Aerodrom, viele im Stadtpark. Nun, da die Sägen fertig sind, stellt sich die Frage, wohin all dieses Holz geht.

Die Stadt Skopje gab eine konkrete Antwort, was für sich genommen schon eine Nachricht ist. Herabgefallenes Laub, kleine Äste und Pflanzenabfall werden zur Deponie „Drisla“ gebracht. Die größeren Stämme und die Holzmasse gehen an den städtischen Betrieb für Parks und Grünflächen, wo sie gelagert und für die weitere Verwendung vorbereitet werden - geplant ist, daraus Pavillons für den Vodno, Stadtmobiliar, Bänke und Zäune zu fertigen.

Das übrige Holz wird nach etablierter Praxis sozial schwachen Familien als Brennholz zugeteilt, in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und der humanitären Organisation „Sv. Spas“. Die Bäume, die im Juli Autos zerdrückten, werden also im Januar jemandes Zuhause wärmen.

Das ist ein seltener Fall, in dem die Verwaltung die Sache vernünftig erledigt hat: Statt dass Tonnen Holz als Abfall enden, wird ein Teil zur Parkbank und ein Teil zum Brennholz für eine Familie, die es nicht kaufen muss. Die Logik ist so einfach, dass man fragen darf, warum sie überhaupt erklärt werden musste - und warum die Öffentlichkeit erst bei der Stadt nachfragen musste, um zu erfahren, wohin die Lastwagen fahren.

Die Räumung ist noch nicht abgeschlossen. Auch vier Tage nach dem Unwetter liegen an mehreren Stellen Stämme, weil nach Priorität gearbeitet wird - zuerst wurden jene entfernt, die Straßen blockierten und eine Gefahr darstellten. Mit dem vorhandenen Gerät und Personal schaffen es die kommunalen Betriebe schlicht nicht schneller.

Der Sturm ging glücklicherweise ohne Todesopfer vorüber. Geblieben sind Sachschäden, zerdrückte Autos und zerstörte Gräber, für die noch nicht feststeht, auf welchem Weg Entschädigungen gezahlt werden. Das ist die nächste Frage, und keine Säge wird sie beantworten.