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Der Wind riss das Dach des Krankenhauses in Štip weg - und jetzt rennen die Bürger von Schalter zu Schalter, um Schäden zu melden

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Der Wind riss das Dach des Krankenhauses in Štip weg - und jetzt rennen die Bürger von Schalter zu Schalter, um Schäden zu melden

Während Skopje seine umgestürzten Bäume zählt, erwacht der Osten des Landes in einem ganz anderen Bild. In Štip riss der heftige Wind in Orkanstärke einen Teil der Dachkonstruktion des Klinischen Krankenhauses weg - nicht an einem verlassenen Gebäude, sondern an dem Ort, an den die Menschen kommen, wenn es ihnen am schwersten ist.

Die Folgen sind nicht abstrakt. Etwa 15 bis 20 Patienten mussten wegen der Gefahr eindringenden Wassers von der orthopädischen Station in andere Räume verlegt werden. Die stellvertretende Direktorin Biljana Eftimova versichert, dass die Kranken an trockenen Stellen ohne Wassereintritt untergebracht sind und dass Orthopädie und Intensivmedizin während der Umbauten mit reduzierter Kapazität arbeiten. Mit anderen Worten: Das Krankenhaus funktioniert, aber mit Flickwerk.

Der Schaden betrifft nicht nur Štip. In Sveti Nikole rückte die Feuerwehr mehrmals aus - wegen Grasbränden und umgestürzter Bäume, die die Straßen blockierten. In Probištip wurde der kommunale Krisenstab aktiviert, und Teams räumen die Folgen weg. Überall dieselbe Szene: Institutionen, die dem Unwetter hinterherlaufen, statt ihm vorbereitet zu begegnen.

Und hier kommt der Teil, der am meisten weh tut. Statt einer systematischen Schadensbewertung wird die Last auf die Bürger abgewälzt. Die Gemeinde Probištip fordert die Betroffenen auf, die Schäden an ihrem Eigentum und ihren landwirtschaftlichen Kulturen selbst zu melden - mit einer Frist bis zum 24. Juli und einem ganzen Ordner an Dokumenten: einem Antrag auf Besichtigung, einer Erklärung, dass das Eigentum nicht versichert ist, einer Kopie des Personalausweises, einem Transaktionskonto, einem Eigentumsnachweis, Fotos der beschädigten Fahrzeuge, Kostenvoranschlägen für die Reparatur.

Und am Ende der Satz, der alles sagt: „Verspätet eingereichte oder unvollständige Unterlagen werden nicht berücksichtigt." Ein Mann also, dem der Wind das Dach weggetragen hat, rennt nun von Schalter zu Schalter, sammelt Papiere und bemüht sich, nicht zu spät zu kommen - um vielleicht etwas zurückzubekommen. Wenn die Institution den Schlag nicht verhindern konnte, sollte sie es dem, der ihn ertragen hat, wenigstens nicht schwerer machen.