Neue Bänke und sanierte Pavillons im Park Makedonija: Überstehen sie auch nur einen Winter unbeschädigt?
13.06.2026
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23.04.2026
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12.04.2026
Der Westen träumt von einem liberalen Russland nach Putin - Demokratie, Wahlen, eine Öffnung zur Welt. Eine neue Analyse nennt dieses Träumen naiv, und das aus einem einfachen Grund: Die Strukturen, die Russland heute regieren, haben überhaupt kein Interesse an einer Transition. Und wenn die Elite kein Interesse am Wandel hat, kommt kein Wandel, egal wer an der Spitze sitzt.
Der Fehler westlicher Analysen, argumentiert der Text, liegt darin, dass sie von den Annahmen der liberalen Demokratie als einzig möglichem Ausgang ausgehen. Aber funktionierende Gesellschaften entwickeln sich auch anders - China, Singapur, Südkorea sind Beispiele dafür, dass Stabilität und Macht nicht automatisch ein westliches Modell bedeuten. Zu erwarten, dass Russland diesen Weg einschlägt, nur weil Putin weg ist, heißt, die Welt mit einem einzigen Maßstab zu messen.
Der zweite Grund ist Russland selbst - ein Land ohne innere Kohäsion. Die Bewohner der westlichen Städte denken wie europäische Bürger, während die riesigen östlichen Weiten von zentraler Kontrolle aus Moskau und St. Petersburg abhängen. Abgelegene Regionen wie Jakutien wurden künstlich zur Rohstoffgewinnung besiedelt und können kaum demokratische Bestrebungen pflegen, während sie ums Überleben kämpfen. Ein Land, unzählige verschiedene Wirklichkeiten.
Doch das wichtigste Hindernis ist die Elite. Anders als in der Sowjetzeit haben die heutigen russischen Eliten keine Ideologie - sie haben Interessen. Putin baute Macht über Loyalitätsnetzwerke auf, ein System von Clans, in dem die Oligarchen als Staatsmanager fungieren. Und die Umwandlung in eine Kriegswirtschaft brachte neue Fraktionen hervor, denen die Militärausgaben das Brot sind - und die durch Frieden alles verlieren würden.
Daher der Schluss, der nicht ermutigend klingt. Ein liberaler Nachfolger, der den Krieg in der Ukraine beenden wollte, löste den Kollaps des militärisch-industriellen Komplexes aus und gefährdete die Interessen genau jener, die das System zusammenhalten. Der wahrscheinlichere Nachfolger, sagt die Analyse, ist ein harter Mann aus dem Sicherheitsapparat - ein Manager der Gewalt, der die Bedingungen des Kalten Krieges aufrechterhält. Der Balkan kennt diese Logik gut: Wenn Macht und Geld zum selben Knoten verschnürt sind, hat derjenige, der verspricht, nichts zu ändern, immer einen Vorsprung vor dem, der Wandel verspricht.
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